(Cover: Amazon.de)
"Alles wird gut!" kann über diesem Abschluss stehen. Stellt sich der fränkische Ritter auch noch kurz vor Ende seiner im Mosaik erzählten Erlebnisse nach wie vor schwer tollpatschig an und muss ein ums andere Mal von den Digedags gerettet werden, gibt es doch zum Schluss ein feines Happy End. Wem das alles doch zu simpel ist, sollte zur ab 2002 erschienenen Roman-Trilogie über das weitere Leben des Rübensteiners greifen, die deutlich düsterer gehalten ist.
Dig, Dag und Digedag, nunmehr wiedervereint, treten hier etwas ins zweite Glied zurück und haben erst beim großen Sturm auf die Kuckucksburg wieder eine tragende Rolle inne. Das stört allerdings nicht weiter, haben doch Runkels Eskapaden mit Ausflügen ins Raubritter- und Schauspielermetier auch an sich höchsten Unterhaltungswert. Die historische Wissensvermittlung im Comic-Gewand wird zugunsten der Action etwas zurückgefahren, trotzdem breitet sich ein prächtig bebildertes Panorama des späten 13. Jahrhunderts vor dem Auge des Lesers aus. Das Suchen nach vielen liebevoll gezeichneten und teilweise versteckten Details und Gags bereitet auch nach dem wiederholten Aufschlagen des Buches höchstes Vergnügen. Klare Empfehlung!
Da die geplante Fortsetzung der Reihe in China den sowjetisch-chinesischen Auseinandersetzungen der späten 1960er Jahre zum Opfer fiel, wurde das Mosaik ab dem Juli-Heft 1969 mit der ebenfalls äußerst beliebten Amerika-Reihe weitergeführt.
Bewertung: 5 von 5

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