(Cover: Amazon.de)
Was die New Yorker auf ihrem Erstling da fabrizieren, ist eine recht interessante Mischung aus wüstem Gitarrengeklingel und elektronischen Sounds. Live kam das sehr druckvoll rüber, auf dem Tonträger klingt das teilweise deutlich zurückgefahrener. Der Opener "Honest Mistake", immerhin ein Top Ten-Hit auf der Insel, gibt da schon einmal eine ordentliche Schlagzahl vor. Ohnehin wird, wer Musik der Früh-Achtziger mag, sehr gut etwas mit dem Sound der Band anfangen können. Auch "Fearless" rumpelt, getragen von Sam Endicotts klagendem Organ ordentlich aus den Boxen. Was mir besonders gefällt: Immer wieder wechseln die dominierenden Sounds vom annähernd rein Elektronischen ("Tyrant", "Out Of Line") hin zum fast schon punkigen Saitengeknüppel ("Swollen Summer", "Unconditional") oder eine glatte Mischung aus beidem ("Hot Pursuit"). Das erfindet in seiner Retrolastigkeit zwar die Musik nicht neu und hat zudem auch mit ein paar Füllern zu kämpfen, so richtig schlecht ist das aber ganz und gar nicht.
Indiskutabel allerdings die Lauflänge des Albums. Hier hat man sich mit knapp über einer halben Stunde doch dann auch arg nah an den Achtzigern orientiert, für das Jahr 2005 ist das jedoch für eine Vollpreis-Platte absolut unbefriedigend.
Bewertung: 3 von 5

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