Dienstag, 12. April 2011

Nachtgedanken (127)

Heute ist wieder so ein Tag, wo man nicht wußte, wo man zuerst anfangen sollte. nach der ersten Nachtschicht der Woche gegen 8 Uhr ins Bett, zuvor noch den Junior in den Kindergarten gebracht, nach dem Aufstehen denselben wieder abgeholt, diverse Abbau- und Zusammenräumarbeiten zwecks des bevorstehenden Umzugs, einmal mit dem Staubsauger durch die Bude, Abendessen vorbereiten und dann den MP3-Player für die wieder anstehende Schicht bestücken. Stress pur. Also "Carpe diem!", wie Ottokar Kernstock (1848-1928) so leichthin sagte...

Carpe diem! Pflücke den Tag!
Rät der Römer Horaz.
Pflück den Tag wie die Rose im Hag,
Nütze den köstlichen Schatz!
Schäumen die Becher beim Festgelag,
Schäumt die Begeisterung –
Carpe diem! Pflücke den Tag!
Sei mit den andern jung!

Klopft das Glück an das Pförtlein,
Sag eilig zum Gaste: – Herein! –
Carpe diem! Pflücke den Tag!
Hüte das Glück, wenn es dein!
Aber pochen mit dröhnendem Schlag
Sorge und Unheil an –
Carpe diem! Pflücke den Tag!
Lerne ihn mannhaft bestahn!