Es gibt für mich gewisse Orte auf dieser Welt, bei deren Aufsuchen man irgendein diffuses Gefühl von Bedeutung wahrnimmt. Oftmals handelte es sich hierbei um Schauplätze von historischen Ereignissen, seien es jetzt die von mir 2004 besuchten Maya-Stätten in Mexiko, Belize und Guatemala, der Obersalzberg bei Berchtesgaden oder einige mehr.
Etwas anders, weil gar nicht bewusst eingeplant, sah das im Jahr 2004 aus, als wir dem Abhängen auf einer winzigen Malediven-Insel eine Woche Rundreise auf Sri Lanka voranstellten. Man schaute sich teilweise sehr beeindruckende Zeugnisse der nicht immer friedlichen Geschichte des damals immer noch bürgerkriegsgeschüttelten Landes an und tauchte tief in das buddhistische Erbe der Gegend ein. Seltsamerweise kam mir die eine oder Location bekannt vor, ohne dass ich eine nähere Vermutung über die Gründe hatte. Erst einige Monate nach unserer Rückkehr kam mir der Zufall zu Hilfe als mir nach längerer Zeit wieder einmal der Videoclip zu "Save A Prayer" von Duran Duran unter die Augen kam. Da turnten doch die Herren Le Bon, Taylor und Rhodes tatsächlich auf dem Sigiriya-Felsen und vor den Buddha-Statuen von Polonnaruwa herum, die ich erst kurze Zeit zuvor selbst mit eigenen Augen gesehen hatte. Gleich kam wieder alles zusammen: die nicht immer angenehmen Erlebnisse "on the Rock" und im "Buddha-Park" gekoppelt mit tropischer Hitze und traumhaften Ausblicken.
Dass Musik gewisse Emotionen und Gedankenverbindungen hervorruft, ist eine Binsenweisheit. In diesem Falle löst ein fast 30 Jahre alter Popsong einer immer noch bemerkenswerten Band ein ganzes Arsenal an Erinnerungen einer interessanten Reise aus.

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