(Cover: Amazon.de)
Alles klingt also vertraut. Meister Gold erreicht immer noch problemslos selbst höchste Töne, die Arrangements sind gewohnt bombastisch und nicht selten fängt den Hörer eine geschickt geführte Melodielinie ein. Das mag man als unmodern verdammen und laut "Stillstand!" krähen. Aber mal ganz ehrlich: Muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Gerade solch eine putzige Mini-Perle wie "The Things I Didn't Do" zaubert mir mit seinen an ereignisreiche Jugendjahre gemahnenden Sounds stante pede ein Lächeln auf's Antlitz. Man dankt!
Auch bei den Balladen wie beispielsweise "Heaven On Earth (The Things We've Got To Do)" oder dem stellenweise etwas nach einer Mischung aus Vangelis und Reamonn klingenden "The Deep" wird gewohntermaßen etwas zu tief in der Kitsch- und Bombastdose gekramt. Ob mir so etwas zusagt, ist dann bei mir wahrlich tagesabhängig. Komplettausfälle gibt es ohnehin kaum, auch wenn "Call Me" schon den Blinker in Richtung Schlager-Reservat á la "Der Wendler" gesetzt hat und nur dank des energischen Refrains in der Spur bleibt. Glücklicherweise pustet einem das wilde "Gravitation Breakdown" umgehend den Zweifel aus dem Kittel.
Mit einigen plätschernden Füllern ("Carry Your Flag","Call Me Down") reißt man zwar die Höchstwertungs-Latte, aber dank Retro-Schmankerln wie "Phantoms" oder dem ruhig-beschließenden "Miracle Healing" darf man sich durchaus die Vizemeisterschaft ans Revers tackern. Feine Sache!
Bewertung: 4 von 5

1 Kommentare:
dann viel spass beim weiter/wiederhoeren... ich hoer mir CROG auch gerade mal wieder an.
Immer wieder gern gehoert :)
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