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Sonntag, 14. März 2010

DVD-Rezensionen (183): Ratatouille (2-Disc Special Edition / 3D-Pop-Up-Box) (2007)

(Cover: Amazon.de)

Ein Glück für den Distributor des Films, dass das Wortspiel mit Ratte und dem französischen Gemüsegericht auch hierzulande halbwegs funktionierte. Somit blieb dem äußerst vergnüglichen Produkt aus der kalifornischen Animationsschmiede eine Umbenennung erspart. Was richten uns die Herren um John Lasseter hier als Galamenü an?

Die gemeine Wanderratte Rémy hat ein über das schnöde Fressen hinaus ein ganz besonderes Faible für Lebensmittel - kochen! Diese ausgefallene Eigenschaft stößt bei ihrer zahlreichen Verwandtschaft auf wenig Verständnis und als er auch noch unfreiwillig von seiner Sippe getrennt wird kann der kulinarisch bewanderte Nager in einem Pariser Gourmettempel zeigen, was in ihm steckt, als er dem schusseligen Neukoch Linguini aus der Patsche hilft und an dessen Stelle an den Töpfen zaubert. Zwar steigt durch die dem Tollpatsch zugeschriebenen Kochkünste das Renomee und der Umsatz des heruntergewirtschaften Restaurants wieder sprunghaft an, aber nun steht ein Besuch des gefürchteten Gastro-Kritikers Ego ins Haus und ausgerechnet jetzt haben sich Linguini und Rémy zerstritten...

Über die technische Qualität eines PIXAR-Films muss man im Regelfall kein Wort verlieren, zu kontinuierlich ist der Verbesserungsprozess mit jedem neuen Werk. Hier jedoch drehten die Macher noch einmal ganz besonders das große Rad, ist doch die gerade als Hohe Schule geltende und fast unmöglich zu meisternde Animation von Fell nahezu perfekt gelungen. Dazu noch der Spaß und die Rasanz der Story, die neben den optischen Schauwerten eines grandios ausgeleuchteten Paris für die erwachsenen Zuschauer auch noch erkennbare Seitenhiebe gegen die sich teilweise doch arg um sich selbst drehende Welt der Haute Cuisine und vor allem der Restaurantkritik bereithält. Das ist das Schöne an den Filmen aus Emeryville - Groß und Klein finden hier immer etwas ganz Spezielles für sich!

Diese Special Edition mit (wenig aufregendem) aufklappbarem 3D-Pappschuber kommt auf ihren zwei Scheiben mit vielfältigem Bonusmaterial daher. Mit "Lifted" ist der übliche Kurzfilm enthalten, in dem diesmal ein "Alien-Azubi" mit den Bedienelementen seines Raumschiff herumexperimentieren darf, was naturgemäß zu allerlei Allotria führt. Interviews, Making Ofs und zusätzliche Szenen fehlen auch nicht, ein breiter Blick hinter die Kulissen ist somit gewährleistet. Etwas befremdlich wirkt der Kurzfilm "Mein Freund, die Ratte", der vor lauter Political Correctness kaum gehen kann. Da merkt man die gerade für den amerikanischen Schadenersatz-Klagewahnsinn gemachten Verrenkungen im Rattenporträt auf Schritt und Tritt. Sehr komisch, das!

Alles in allem eine DVD in feinster Bild- und Tonqualität - kaufen!

Bewertung: 5 von 5

Freitag, 1. Januar 2010

Neues Jahr, neues Glück

"Tja, Annemarie..." wie Professor Dr. Dr. Dathe zu sagen pflegte, nun sind wir also im Jahr 2010 angekommen. Es war eine kurze Nacht, denn zehn vor sechs geruhte der Nachwuchs aufzuwachen und logischerweise seine alten Herrschaften auch zum Aufstehen zu zwingen. Aber da wir daheim nur  eine Pizza kreiert und gemampft, Wii gezockt und ein wenig Partymusik gehört hatten und den Alkoholkonsum in äußerst übersichtlichen Grenzen hielten, ließ sich das auch verschmerzen. Also auf ein Neues und Prost!

Freitag, 28. August 2009

Buch-Rezensionen (157): Kirsten Schielke, Birgit Vitense, Harald Larisch - Was machen wir morgen, Mama? (2009)

(Cover: Amazon.de)

Auf reichlich 90 Seiten im nicht ganz optimalen (da etwas zu großen) Format geben die 3 Autoren etwa 80 Tips für Ausflüge und Sehenswürdigkeiten, die sich speziell an Familien mit Kindern richten. Letztere sollten mindestens 3 bis 5 Jahre alt sein, da sich der Hauptteil der Empfehlungen erst für Nachwuchs ab dieser Altersklasse eignet. Ausnahmen, die auch die Kleineren ansprechen, finden sich beispielweise mit diversen Tierparks, dem Erlebnisdorf "Karl's" in Rövershagen bei Rostock oder dem "Möwentreff" in Prerow. Je nach Urlaubsort können sich die beschriebenen Ideen als ganze Tagestouren gestalten, reichen die im Reiseführer enthaltenen Ziele doch von Warnemünde bis hinter Barth bzw. bis ins Ostseevorland um Bad Sülze. Rechnet man da den dichten Reiseverkehr in diesem Tourismuszentrum mit ein, ist gute Zeitplanung ein Muß.

Auch wenn die eigentlichen Atttraktionen in eher wenigen Sätzen kurz vorgestellt werden, erfährt man doch in den kleingedruckten Informationsleisten am Rand jede Menge nützlicher Fakten, die von Öffnungszeiten, Eintritts- und Parkgebühren, Internetadressen bis hin zur Tauglichkeit für Kinderwagen und anderen Dingen mehr reichen. Ein Anhang mit einem kurzen Rostocker Veranstaltungskalender sowie Adressen von Surf- und Segelschulen bzw. Reiterhöfen rundet das Angebot ab.

Von den beworbenen Gutscheinen (ausgewiesener Gesamtwert: 29,40€, nicht wie bei Amazon genannt, 40€) sollte man freilich keine Wunderdinge erwarten. Etwas Kleinkram, wie eine Kinder-Sonnenblende im Rostocker Zoo oder kleinere Rabattbeträge bei Eintrittskarten, das war's. Aber nur deswegen sollte man dieses durchaus nützliche und informative Buch ohnehin nicht kaufen.

Bewertung: 4 von 5

Sonntag, 15. Februar 2009

Soundtrack Of My Life (005): Laid Back - Bakerman (1989)

An diesen Song habe ich sehr kuriose Erinnerungen. In der Mitte der 90er arbeitete ich als DJ in mehreren Erlebniskneipen. Eines schönen Abends kam einer der Gäste angeschlendert und wünschte sich imbrünstig dieses Lied, verbunden mit der Bemerkung "Ich spendier Dir auch 'n Bier!" Ich hätte es zwar auch ohne diese "Belohnung" getan, aber sowas nimmt man dann natürlich gerne mit.

Soweit ist das noch nicht weiter außergewöhnlich, wäre der Typ an jenem Abend nicht noch weitere zweimal aufgetaucht, mit genau demselben Wortlaut. Und so wiederholte sich die Prozedur. Dies dürfte wohl die einzige meiner "Muggen" gewesen sein, bei der ich dreimal ein und denselben Song gespielt habe und noch heute überkommt mich beim Anhören sofort Bierdurst...

Mal davon abgesehen: das Fallschirmsprung-Video der beiden Dänen ist trotz des Gaga-Texts natürlich sensationell, Regisseur war kein anderer als Lars von Trier!

Sonntag, 17. Februar 2008

Gehst Du zum Griechen wirst Du ewig riechen...

Die Muggis sind anerkannte Anhänger der griechischen Küche. Von Gourmets aufgrund der teilweisen Komplettüberwürzung und exorbitanter Portionen geschmäht, gönnen wir uns schon allein der Gastfreundlichkeit der Wirte und des Flairs wegen ab und an einen Restaurantbesuch.

Nun sind mit einem vier Monate altem Kind die Möglichkeiten des Ausgehens naturgegeben arg eingeschränkt, aber heute wagten wir erstmals den Versuch, in Person meiner Schwiegermutter einen Babysitter zu engagieren und das nicht weit entfernte "Mykonos" (eines von zwei in Riesa existierenden griechischen Restaurants) aufzusuchen. Tja, Vorspeise und Salat bekamen wir noch problemlos hinunter, dann trudelte die Hilferuf-SMS ein: Junior schrie wie am Spieß und war nicht zu beruhigen. Also den Hauptgang einpacken lassen und im Laufschritt ab nach Hause!

Es dauerte dann eine knappe halbe Stunde unseren Nachwuchs wieder halbwegs ruhig zu bekommen, danach lauwarmes Essen aus der Styropor-Assiette - mmmhhh, lecker! *ürks*