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Freitag, 18. Februar 2011

Soundtrack Of My Life (033): Gazebo - Lunatic (1983)

Wenn man, wie ich zu meinen Teenagerzeiten, nicht gerade mit einem überbordenden Ego gesegnet war, begriff man die ersten Gehversuche auf dem Terrain des Geschlechterkontakts vor allem als eines: Schauen, Schmachten, Starren und irgendwie auf Aufmerksamkeit hoffen. Für selbstbewusste Ansprachen fehlte dann ganz einfach das persönliche Rüstzeug, so dass man immer auf eine glückliche Gelegenheit oder eine wundersame Fügung des Schicksals wartete. Eine dafür gerne aufgesuchte Örtlichkeit war die hier zweimal jährlich stattfindende Kirmes, deren Attraktionen zu DDR-Zeiten sicherlich nicht so spektakulär waren wie jenseits der Mauer, deren Aufbau aber ähnlich daherkam. Das Jungvolk traf sich am Autoscooter oder einer ähnlichen zum Schaulaufen geeigneten Location, man ließ sich von der angesagten und in ohrenbetäubender Lautstärke durch die Boxen gejagten Musik unterhalten und verbrachte damit tagelang den Großteil seiner Freizeit.

Eine jener Wochen aus der Mitte der 80er wird mir aus mehreren Gründen unvergesslich bleiben. Nicht nur, dass ich erstmals hautnah Augenzeuge der Staatsmacht wurde, als zwei angetrunkene, aber relativ harmlose Pöbler von der heraneilenden Volkspolizei brutal niedergeknüppelt wurden, nein man übte sich auch tagelang in oben beschriebener Extremsportdiszplin und stellte neue Dauerrekorde im Stieren ohne Augenblinzeln auf, freilich ohne das das Objekt der Begierde überhaupt auf einen aufmerksam wurde. Ich weiß bis heute nicht mal ihren Namen.

Irgendwie arg durchgeknallt und damit perfekt zu einem damals sehr oft im Hintergrund laufenden Songs passend - "Lunatic" des Italo-Poppers Gazebo...

Dienstag, 15. Februar 2011

Soundtrack Of My Life (032): The Communards - Tomorrow (1987)

Der heute als Riesaer Stadthalle fungierende STERN war in meinen Jugendjahren ab etwa 1986 die erste aufgesuchte Ausgeh-Lokalität. Bereits für Teens ab 14 Jahren wurden solche Veranstaltungen unter dem Namen "Schüler-Diskothek" angeboten. Zeitrahmen: 16-20 Uhr, Alkohol und Einhaltung der eigentlich vorgeschriebenen 60/40-Regelung: Nope! Der Ablauf war jedesmal ähnlich, es gab immer irgendwelche "Runden", damit der Westcharts-Popfan ebenso auf seine Kosten kam wie Anhänger der Ärzte (wüste Spring- und Pogorunden, ich erinnere mich...) oder die dann immer zu wilden Luftgitarren-Performances auflaufenden Anhänger der metallenen Fraktion. Nicht selten kam es dabei vor, dass sich um die gerade die (aus Parkettboden bestehende) Tanzfläche belegenden Akteure ein interessierter Zuschauerkreis bildete, nicht selten eher belustigt als beeindruckt.

An einen ganz besonderers bizarren Auftritt entsinne ich mich noch sehr gut. Der Mitte der 80er die DDR-Kinos stürmende Hip Hop-Film "Beat Street" hatte auch in hiesigen Gefilden Anhänger des Breakdance rekrutiert, die den Leinwandvorbildern natürlich nachzueifern suchten. Nicht immer mit überzeugendem Ergebnis, dafür aber mit umso mehr Enthusiasmus. Allerdings schien sich einer jener Jünger, ein, nun ja, mit einem etwas weniger akrobatikgeeignetem BMI gesegneter und daher respektlos "Fatty, der STERN-Breaker" genannter Tänzer wenig um die dazu passende Musik zu scheren und wogte mit wilden Bewegungen zu allen Klängen, die ihn anzuregen schienen, übers Parkett. Warum er sich aber gerade für einen seiner spektakulärsten Auftritte, der ihm bei versuchten Powermoves wild wegspringende Hemdknöpfe und ein in alle Einzelteile zerlegtes Portemonnaie einbrachte, ausgerechnet das von Jimmy Somervilles Sirene intonierte "Tomorrow" der Communards aussuchte, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben...

Dienstag, 25. Januar 2011

CD-Rezensionen (215): Garland Jeffreys - Don't Call Me Buckwheat (1992)

(Cover: Amazon.de)

Es gibt sie noch, die glücklichen Zufälle im Leben, die einem großartige Musik näherbringen. Irgendwann im Jahre 1992 oder 1993 saß ich in einer heute schon längst nicht mehr existierenden Kneipe und lauschte einer im Hintergrund abgespielten CD, die mir ungemein gut gefiel, deren Interpreten ich allerdings nicht so recht einzusortieren wusste. Ja, das war immer die gleiche Stimme, dennoch hatte jedes Stück einen komplett anderen Stil zu bieten. Hier mal etwas Gospel ("Moonshine In The Cornfield") und da groovte ein Boogie-Woogie ("Don't Call Me Buckwheat") durch die Boxen. Erst als der damalige Singlehit "Hail Hail Rock 'N' Roll" erklang, konnte ich dieses Sammelsurium dem 1980 durch den Chartserfolg "Matador" zu Bekanntheit gelangten Garland Jeffreys zuordnen.

Dieses Album hat einen textlich roten Faden: Rassismus in der US-Gesellschaft und die damit verbundenen privaten Erfahrungen des Sängers, eines Mischlings. So fröhlich die Musik (z.B. die im Reggae-Sound gehaltenen "Color Line", "Bottle Of Love" und "Murder Jubilee") stellenweise wirken mag, die bitteren Zeilen gehen oftmals schwer an die Nieren, saß doch Jeffreys aufgrund seiner Herkunft oftmals zwischen allen Stühlen.

Die zweite Single-Auskopplung "The Answer" wurde ebenfalls noch zum mittleren Hit, so dass dieses Album Anspruch und kommerziellen Erfolg sehr gut miteinander zu verbinden weiß. Dazu eine beeindruckende Mischung aus karibischen, lateinamerikanischen und gängigen Popklängen sowie einer äußerst wandlungsfähigen Stimme - volle Punktzahl!

Bewertung: 5 von 5

Samstag, 22. Januar 2011

Soundtrack Of My Life (026): Johnny Hates Jazz - Shattered Dreams (1987)

Die heutige Geschichte dreht sich eigentlich weniger um Musik, sondern um - Klamotten.

Bekanntlich kam man in der DDR zwar per Radio durchaus an die gängigen West-Hits, die zugehörigen Musikvideos bekam man aber höchst selten zu Gesicht. Im heimischen TV lief sowas praktisch gar nicht, mit viel Glück konnte man hier, hart am Rand des sogenannten "Tals der Ahnungslosen", mal halbwegs bildrauschfrei "Formel Eins" empfangen, oftmals blieb aber auch das nur Illusion. So kam es, dass ich den Clip des 87'er Hits von Johnny Hates Jazz erst mit einigen Jahren Verspätung so um das Jahr 1992/93 herum erstmals sah. Sänger Clark Datchler stiefelte darin, wenn er nicht mal gerade in schnieke End-Achtziger-Tapete gewandet war, in einer Art 20er Jahre Working Class-Outfit herum, das mir ausnehmend gut gefiel. Ich besorgte mir also umgehend ein paar Hosenträger (meiner Erinnerung nach ein paar hundsteure aus der CAMEL COLLECTION), ein weißes Hemd fand sich noch irgendwo im Schrank, dies mit ein paar Retro-Hosen und passenden Schuhen kombiniert und fertig war mein neuer Ausgehlook, gerne auch vervollständigt durch eine Schiebermütze, ein Familienerbstück. Das war wohl zwar alles andere als 90er Stil, aber mir war das wurscht.

In dieser Zeit pendelte mein Freundeskreis beim wochenendlichen "Pistengang" immer zwischen zwei weit auseinanderliegenden Clubs hin und her. Der eine lag praktisch vor der Haustür, der andere im etwa 150 Kilometer entfernten tschechischen Chomutov. Dort war es Anfang des Jahrzehnts natürlich spottbillig, wie quartierten uns für 14 DM/Nacht in einem Dreibettzimmer ein und waren selbst nach durchfeierter Nacht alles andere als pleite. Ein wenig musste man allerdings aufpassen, ob die dort herumtanzenden Damen rein privat oder aus "gewerblichen" Zwecken anwesend waren. Als mir beispielsweise in einer Freitagnacht die Luft in dem wohl halbillegalen und nicht viel mehr als wohnungsgroßen Etablissement doch zu schneidend wurde, trat ich auf die vorgelagerte Straße und wurde umgehend von zwei sichtlich aufgekratzten Vertreterinnen des Berufsstands angesprochen. Obwohl ich wenig Lust auf ungeplante Finanzausgaben verspürte, wurde mein "Shattered Dreams"-Gedächtnis-Hemd kurzerhand mit zahlreichen Lippenstift-Abdrücken dekoriert, ehe das Duo feixend weiter seines Weges zog. Ich war einfach zu perplex, um dagegen aufzumucken und bei der morgendlichen Inspektion des Kleidungsstücks wirkte das Kussmund-Muster schon wieder in irgendeiner Form cool.

Das wiederum brachte mich auf die verrückte Idee, das Teil in diesem Zustand am wieder in heimatlichen Gefilden verbrachten Samstagabend erneut anzuziehen. Verschwitzt, verraucht, nicht mehr taufrisch? Egal, ordentlich gelüftet und einparfümiert und es war wieder tragbar! Aus heutiger Sicht ist die ganze Geschichte zwar höchstgradig albern und spätpubertär, aber mit dem im Schwarzlicht odentlich hervorstechenden vollgeknutschten Hemd kam man sich in der Kleinstadtdisse wirklich vor wie die coolste Sau im Schweinestall... Danke, Clark!

Sonntag, 24. Oktober 2010

Ein mieses Wochenende

"Es gibt Tage, da bleibt man besser im Bett". Dies ist keine besonders neue Weisheit. Aber wenn ich nun auf dieses ausklingende Wochenende zurückschaue, muss ich dem unbekannten Verfasser dieses Satzes sehr recht geben. Gestern wieder 4.45 Uhr aufstehen, um die sechste Frühschicht abzureißen, nach einer kurzen Pause der eigentlich zur Entspannung geplante Besuch eines hier stattfindenden Box-Events mit dem besten Freund. Die sportliche Qualität - gerade des Hauptkampfs - war allenfalls mäßig, zu allem Überfluss bemerkte ich auf dem Heimweg noch den Verlust meines Handys. Die sofortige Umkehr und Suche vor Ort verlief natürlich ergebnislos, das Ding wird sicherlich in den nächsten Tagen bei Ebay auftauchen. Auch wenn das Teil nicht sehr neu war und die SIM-Karte sofort gesperrt wurde, ärgert mich das doch, gerade weil Fotos von Sohnemann drauf sind.

Natürlich hat man an dem Abend ein, zwei (vielleicht auch drei) Bier getrunken, aber muss man deswegen gleich am Tag danach verkatert sein? Früher hat man ganze Nächte durchgefeiert und war trotzdem morgens einigermaßen fit. Man wird wohl wirklich alt... Dummerweise hatte ich meinem alten Herrn noch die Mithilfe bei ein paar Umräum- und Transportarbeiten zugesagt - mit Kopfschmerzen wirklich eine tolle Erfahrung! Dazu scheiterte am Mittag noch die Ersteigerung zweier Bücher im Netz, langsam sollte ich wohl besser mal ins Bett gehen, bevor noch mehr gegen die Wand läuft. Morgen aufgrund einer Weiterbildungsmaßnahme nochmal früh raus - mir reichts!

Donnerstag, 19. August 2010

CD-Rezensionen (197): Gunther Schmäche - Gartenlied (MCD) (1996)

(Cover: Amazon.de)

"Gunther wer?" war meine verständnislose Frage, als mein Bruder begeistert von einem schnell bundeslandweit zur Kultfigur avancierten Radiocomedy-Original sprach. Als weitestgehender Formatradio-Abstinenzler war mir der zuerst auf dem Sender NRJ und später bei Radio PSR in heftigstem Leipziger Dialekt losblödelnde angebliche Kleinpösnaer Kleingartenfreund bis dato völlig unbekannt. Das änderte sich schnell, als umgehend diese CD den Weg in die eigenen Bestände fand.

Gleich zwei der größten Gassenhauer des von Jan Schlegel verkörperten renitenten Sachsen befinden sich auf dieser Maxi-CD. Das "Gartenlied", in dem das favorisierte Freizeitdomizil Schmäches besungen und gleichzeitig über die angeblich das Blumenwachstum fördernden Eigenschaften von menschlichem Erbrochenen philosophiert wird. Das Ganze wird in zwei Versionen, dem "Kleinen Pösna-Mix" und der "Rogg-Version" dargeboten, wobei letztere natürlich um Einiges tempoverschärft und gitarrenlastiger zur Sache geht. Zum bierseligen Mitgröhlen ist freilich die gemütliche Originalversion deutlich besser geeignet.

Apropos Bier. Ich kenne nur wenige Lobeshymnen an den Gerstensaft, die so festzeltgeeignet sind wie das "Bierlied". Banjo und Westernfiedel sorgen für gute Laune und Texthighlights á la "komm ich um drei nach Hause, da trink ich keine Brause" bedürfen keiner weiteren Erklärung. Prost! Abgerundet wird die CD von den wie immer enthaltenen Anrufbeantwortersprüchen. Leider ist der ganze Spaß schon nach knapp 12 Minuten vorüber (dafür etwas Wertungsabzug), es sei daher an dieser Stelle auf den ersten (und besten!) Longplayer Schmäches namens "Genau, genau, genau...!" aus dem gleichen Jahr verwiesen.

Fazit: Peinlich schlechte Sächsisch-Imitatoren gibt es zuhauf, warum also nicht lieber gleich etwas Originales?

Bewertung: 4 von 5

Mittwoch, 9. September 2009

Buch-Rezensionen (160): Friedrich Schlette - Archäologische Geheimnisse unserer Heimat (1985)

(Cover: Amazon.de)

Friedrich Schlette, der 2003 verstorbene Doyen der DDR-Prähistoriker, führt in diesem Buch jüngere Leser in das hochinteressante Feld der Archäologie und Frühgeschichte ein. Die anhand zahlreicher Fotos und Grafiken angeführten Beispiele beschränken sich aufgrund des Erscheinungsdatums und -orts des Buchs freilich überwiegend auf das Gebiet der früheren DDR, dennoch wird auch ein Blick über die Grenzen des Landes geworfen.

Neben Beschreibungen von Grabungs- und Restaurierungstechniken, verwandten Wissenschaften wie Botanik und Zoologie und mehreren anderen Kapiteln, werden Pioniere der archäologischen Wissenschaft, wie Johann Gustav Gottlieb Büsching, Friedrich Karl Hermann Kruse, Johann Friedrich Danneil, Georg Christian Friedrich Lisch und viele andere, in Kurzporträts vorgestellt. Besonders spannend liest sich das Kapitel "Von Fälschern und Räubern", in dem kriminalfallartig spektakuläre Fälschungen und Diebstähle vorgeschichtlicher Funde, wie beispielsweise der berühmten dänischen "Goldhörner von Gallehus", erzählt werden. Wer sagt da noch, Geschichte wäre dröge und staubtrocken?

Mögen auch einige Fakten des Buchs nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und einige Wortpassagen DDR-typisch ideologisch eingefärbt sein - dies ändert nichts an der Tatsache, ein lehrreiches populärwissenschaftliches Buch in den Händen zu halten.

Bewertung: 4 von 5

Montag, 31. August 2009

Landtagswahlen-Nachklapp

Gestern also vier Wochen vor der anstehenden Bundestagswahl die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und im Saarland. Als Gewinner muß man wohl zweifelsfrei die LINKEN und die FDP betrachten, mit einigen Abstrichen auch die Grünen. Auf mein Bundesland bezogen heißt es in Kurzform: CDU bleibt stark, wenn auch mit dem schlechtesten Ergebnis seit 1990, SPD lächerlich schwach und damit raus aus der Regierung, da die FDP stark zulegt und es für schwarz-gelb reicht. Die NPD verliert zwar, kommt aber dennoch wieder ins Parlament. Ganz schlimm: Wahlbeteiligung gerade einmal 52 Prozent. Insgesamt hätte ich mir also sehr vieles ganz anders gewünscht...

Freitag, 1. Mai 2009

DVD-Rezensionen (141): Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Digital überarbeitete Fassung) (1973)

(Cover: Amazon.de)

Über den Inhalt dieser Co-Produktion zwischen ČSSR und DDR aus dem Jahre 1973 braucht man nun wirklich keine Worte mehr zu verlieren. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit in ARD und allen dritten Programmen mehrfach gesendet, gibt es wohl kaum jemanden, der diesen Klassiker des Genres nicht kennt. Schon allein wegen der des ungebrochenen Interesses hat sich "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" einen Sonderstatus erobert, der sich unter anderem in Fanseiten im Internet äußert, auf denen die kleinsten Details von Handlung, Drehorten und Besetzung liebevoll erforscht werden.

Mir persönlich begegnete der Film erstmals Mitte der 70er im Kindesalter, mittlerweile hat trotz der zahlreichen TV-Ausstrahlungen auch diese DVD den Weg in die heimische Sammlung gefunden. Und so amüsiert man sich auch zum x-ten Male bei einem Prinzen in bunten Strumpfhosen, der sein unbekanntes Gegenüber gleich mal Knall auf Fall mit seinen Heiratswünschen heimsucht, fühlt beim Anblick des sich unweit meines Wohnortes befindlichen Schlosses Moritzburg leichte lokalpatriotische Aufwallungen und hat einfach eine gute Zeit mit der Familie. Kindgerecht, gewaltfrei, winterlich, gut!

Leider kann die DVD, die sich mit dem Zusatz "Digital überarbeitet" schmückt, diesen Standard nicht halten. Mal ganz von den mies lesbaren Textafeln und dem lieblosen Menü abgesehen - unter einer remasterten Fassung stelle ich mir doch etwas anderes vor als nur die gröbsten Verschmutzungen und Kratzer zu entfernen. Das Ergebnis ist sicherlich keine Katastrophe, aber von Filmen vergleichbaren Alters gibt es deutlich bessere DVD-Versionen. Wer also die zuerst veröffentlichte DVD-Fassung sein eigen nennt, muss hier nicht zwangsweise zuschlagen, für den Erstkauf ist die hier vorliegende neue Ausgabe trotzdem die bessere Wahl. Somit ziehen die technischen Mängel die Top-Nostalgie-Wertung ins Mittelfeld.

Bewertung: 3 von 5

Donnerstag, 16. April 2009

CD-Rezensionen (138): Gunther Schmäche - Buff Banane (1998)

(Cover: Amazon.de)

Leider ist Gunther Schmäches unverwechselbares Sachsen-Organ wohl für immer verstummt, da sich sein Darsteller Jan Schlegel aus der Radiowelt verabschiedet hat. Daher sollte man einmal mehr die Comedy-Alben des einstigen Radio NRJ und PSR-Recken wie "Genau, genau, genau...!" oder "Seitensprung" hervorkramen und in längst vergangenen Zeiten schwelgen.

Leider hält "Buff Banane" das Lachniveau seiner Vorgänger nicht ganz. Nach der obligatorischen Begrüßung durch den Kleingärtner aus Kleinpösna folgt mit "Radiolied" schon der stärkste Song des Albums, eine fetzige Rocknummer, die einfach gute Laune macht und den alltäglichen Wahnsinn im morgendlichen Leipziger Berufsverkehr beschreibt. Doch das dieses Lied mit dem nur unwesentlich veränderten (da nur mit entsprechenden Sprachfetzen versehenen) "Preußen sind auch nur Menschen-Mix" gleich zweimal vorhanden ist, macht schon ein Dilemma dieser CD deutlich - es wird auf Teufel komm raus Platz gefüllt! Neben erwähntem "Radiolied" gibt es gleich drei Variationen von "Lolita", drei Parodien nächtlicher Abzock-Werbespots ("Hör' mich stöhnen/löhnen/föhnen (eine Minute, fertig)") sowie mit "Gunther in der Warteschleife" sieben Minuten pure Ideenlosigkeit.

Hier ist mit "Buff Banane" auch nur eines von Gunthers berühmt-berüchtigen Gedichten vorhanden, immerhin fehlen die gewohnten "Gunther auf Deinem Anni"-Anrufbeantwortesprüche nicht. Der Rest der Songs geht in Ordnung, ohne wie früher "Gartenlied" oder "Bierlied" richtig im Ohr hängen zu bleiben. Das schwächste der Schmäche-Alben.

Bewertung: 3 von 5

Freitag, 10. April 2009

Nachtgedanken (034)

Auch wenn es nicht so bekannt ist - Karl May (1842-1912) schrieb auch Gedichte! Daher muß in einem (Rand)Sachsen-Blog auch ein Sachse tunlichst einmal zu Wort kommen. Titel der heutigen "Nachtgedanken": "Dein eigener Richterspruch".

Hast du geliebt? Weißt du wohl, was das heißt?
Denk nach. denk nach, wenn du es noch nicht weißt.
Die Frage wird dir jeden Tag gegeben;
die Antwort hast du jeden Tag zu leben.

Hast du geliebt? Es wird ein Ja verlangt,
Weil Jeder so wie du, nach Liebe bangt.
Was du ihm gibst, sein Engel trägt's nach oben,
und dort. dort wird es für dich aufgehoben.

Hast du geliebt? So wirst du einst gefragt,
Wenn das Gericht des Allerforschers tagt.
Das Urteil hast du dir dann selbst zu geben;
es liegt schon da: Es ist dein Erdenleben!

Dienstag, 24. März 2009

DVD-Rezensionen (133): WM-Klassikersammlung, Ausgabe 15 - Vorrunde 1974 BR Deutschland-DDR (0:1) (2006)

(Cover: Amazon.de)

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland veröffentlichte die "BILD am Sonntag" zusammen mit dem Sammelserien-Spezialisten DeAgostini eine ursprünglich auf 30 Ausgaben angelegte, dann aber mit den hinzugefügten sieben Spielen der DFB-Elf bei der WM auf 37 DVDs erweiterte Reihe, die große Partien der deutschen Elf bei Weltmeisterschaften sowie einige Klassiker ohne deutsche Beteiligung in nicht-chronologischer Reihenfolge enthielt. Allen Scheiben war ein Begleitheft mit weiterführenden Informationen über Vorgeschichte, Hintergründe sowie statistischen Elementen wie Aufstellungen etc. beigefügt.

Tja - die Bilanz ist bis in alle Ewigkeit versaut... Allerdings kann man im Rückblick sagen: Ein Spiel, das trotz des Ergebnisses zwei Sieger hatte. Fußballzwerg DDR, als späterer Turniersechster durchaus ehrenvoll beim einzigen WM-Auftritt und die Bundesrepublik, die diese Niederlage wahrscheinlich erst zum Titel getrieben hat. Die Fakten der Ereignisse nach diesem Spiel sind allgemein bekannt: Palastrevolte gegen Bundestrainer Schön, Franz Beckenbauer diktiert die Aufstellung, die Mannschaft spielt danach wie ausgewechselt und erreicht das Finale. Wer weiß, wie es gelaufen wäre wenn nicht ein gewisser Herr Sparwasser den lichtesten Moment seines Fußballerlebens gehabt hätte, ein Ereignis, das er dennoch bis heute als Fluch und Segen zugleich bezeichnet.  

Ich war mir im Vorfeld nicht sicher, ob ich diese Partie überhaupt schon einmal in voller Länge gesehen hatte. Daher nahm ich aufgrund gelesener Berichte an, dass die DFB-Truppe ein wahres Gurkenspiel abgeliefert hätte. Das stimmt aber nur teilweise. Gerade in der Anfangsphase sah es nach einer klaren Sache für den Favoriten aus, die DDR-Abwehr anfangs ein wahrer Hühnerhaufen, dazu noch die von Kreische kläglich vergebene Chance vor dem leeren Tor. Sieht man sich dann aber gerade die Mitte der zweiten Halbzeit an, geht auf Seiten der Weiß-Schwarzen fast gar nichts mehr, richtig schön behäbig nach vorn und selbst der vom Publikum lautstark geforderte und begeistert empfangene Günter Netzer konnte da nichts mehr richten. Hingegen sah man beim ausgewechselten Wolfgang Overath den Frust recht deutlich. Insgesamt eine mäßige Partie, die jedoch aufgrund der besonderen politischen Umstände sicherlich das Anforderungsprofil eines WM-Klassikers erfüllt.

Ein Wort zu den doch recht lautstarken DDR-"Touristen": Nun ja, wie das Begleitheft recht launig informiert, waren selbst die Sprechchöre genau instruiert. Aber solche "Highlights" wie "Hoy, hoy, hoy - Jürgen Croy!" rufen selbst bei mir als DDR-Kind latente Fremdschamgefühle hervor...

Die DVD bietet als Extra gleich zwei Tonspuren mit den beiden Originalkommentaren des ZDF (Werner Schneider) und dem des DDR-Fernsehens. Angesichts der bei den vor dieser DVD bisher erschienen drei '74er-DVDs doch recht lahmen Kommentare, habe ich mich zunächst für die Version Ost entschieden, nicht zuletzt, weil an jenem Abend in Hamburg eine Institution des DDR-Sports am Mikrofon saß - der für seine blumigen Formulierungen berühmt-berüchtigte Heinz-Florian Oertel. Geliebt, gehasst - polarisiert hat er auf jeden Fall.

Bei diesem Spiel hielt sich Oertel hingegen vergleichsweise zurück, mit einer Ausnahme. Über den späteren zeitweiligen Präsidenten von Hansa Rostock, Gerd Kische, heißt es:

"Kische...überall zu finden, der Hanseate! Oh, er spielt wie ein Wikinger..." 

Wie immer werden im Begleitheft die herausragenden Spieler der Partie kurz porträtiert. Auf Seiten der DDR hätte ich anstatt der dargestellten Hamann, Bransch und Weise eher Torwart Croy und den nach persönlichen Alkoholproblemen 1997 gestorbenen Reinhard Lauck ausgewählt. Als Lokalpatriot muß ich natürlich noch darauf hinweisen, dass bei diesem historischen Ereignis mit Lothar Kurbjuweit auch ein gebürtiger Riesaer auf dem Platz stand...

Bewertung: 3 von 5

Sonntag, 8. März 2009

DVD-Rezensionen (129): Leningrad Cowboys Double Feature (1989/1994)

(Cover: Amazon.de)

Die Finnen sind schon ein gar wunderliches Völkchen. Wer Weltmeisterschaften in "Sportarten" wie Handy-Weitwurf oder Ehefrau-Tragen ausrichtet, ja, der ist auch prädestiniert dafür, wunderbar verschrobene Filme über die "schlechteste Rock 'n' Roll-Band der Welt" zu machen! Umso schöner, wenn man sie wie hier gleich im Doppelpack zum unschlagbar günstigen Preis bekommt.

Leningrad Cowboys Go America (1989)

Das erste der beiden Roadmovies hat sicherlich den größeren Kultstatus inne. Die komplett erfolglose sibirische Kapelle LENINGRAD COWBOYS versucht in Amerika ihr Glück, angeführt von ihrem skrupellosen Manager Vladimir (Matti Pellonpää). Die Reise führt per Auto von New York quer durch den Süden der USA bis nach Mexiko, wo die Kapelle auf einer Dorfhochzeit (!) ihren kommerziellen Durchbruch feiert.

Natürlich hat der Film (ähnlich Helge Schneiders Kinoausflügen) nicht wirklich eine Handlung, dafür trifft die Band bezaubernd schräge Laiendarsteller und wartet mit einigen wirklich mitreißenden Auftritten in versifften Bars und schäbigen Motels auf. Selbst als Beerdigungsprozessions-Kapelle verdingt man sich, immer begleitet vom Sarg mit ihrem erforenen Kameraden, der praktischerweise gleich als Bierkühler dient.

Regisseur Jim Jarmusch spielt eine kleine Gastrolle als windiger Gebrauchtwagenhändler und auch Bluesgitarrist Duke Robillard sowie der Rockabilly-Sänger Colonel Robert Morris haben Cameo-Auftritte.

Leningrad Cowboys Meet Moses (1994)

5 Jahre später hängen die LENINGRAD COWBOYS immer noch in Mexiko herum. Der Tequila hat die Hälfte der Band dahingerafft und ihr Manager Vladimir hat sich schon vor Jahren in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen. Doch plötzlich kehrt er im religiösen Wahn zurück, lässt sich fortan Moses nennen und verspricht der Truppe, sie wie einst sein Namensvorbild die Israeliten in das gelobte Land, die Heimat, zurückzuführen. Doch der Weg nach Sibirien ist weit und aufgrund des Diebstahls der Nase einer gewissen New Yorker Großstatue hat sich auch noch ein CIA-Agent (André Wilms) auf die Fährte der Reisenden gesetzt...

Obwohl dieser Film im Vergleich zum Vorgänger nahezu unbeachtet blieb, hat er mir doch etwas besser gefallen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der Film spielt gleich in sieben Ländern (Mexiko, USA, Frankreich, Deutschland, Tschechien, Polen, Russland) und hat neben den schönen Landschaftsaufnahmen ganz einfach eine deutlich bessere Bildqualität mit satten Farben. Dabei vernachlässigt er keinesfalls die Stärken des ersten Films. Immer noch gibt es schräge Polka- und Rockmusik en masse und auch die Begegnungen mit außergewöhnlichen Gestalten kommen nicht zu kurz.

Dabei ist die ganze Geschichte eine wunderbare Interpretation des biblischen Exodus-Motivs, was zu sagenhaft bizarren Szenen führt. So liefern sich "Moses" und ein als Lenin gestyltes Mitglied der Band auf dem Leipziger Hauptbahnhof (!!!) ein wortreiches Zitatenduell mit Versen des Alten Testaments und Wendungen aus dem Kommunistischen Manifest, was einer der Mexiko-Exilanten schulterzuckend mit "Gringo Talk..." kommentiert. Und selbst die berühmte Szene mit Gott im brennenden Dornbusch fehlt nicht, auch wenn jener Busch diesmal ein durch "Moses" selbst in Brand gesteckter klappriger Tannenbaum ist...

Einige der für die Szenen in Sachsen (Dresden, Leipzig, Elbland) genutzen Örtlichkeiten kamen mir sehr bekannt (wenn auch in den letzten 15 Jahren sehr verändert) vor, was den Film für mich gleich eine Art Vertrautheit verlieh. Allerdings wurde auch die Logik äußerst schräg gehandhabt, nach Dresden fährt man von Leipzig kommend nun mal nicht elbabwärts und warum man von dort aus über Tschechien nach Warschau reisen sollte, wird wohl des Regisseurs Geheimnis bleiben. Auch das Heimatdorf des Cowboys hat sich im Vergleich zum ersten Film sehr verändert und sieht statt wirklich "sibirisch" nunmehr nach einer pittoresken Bauernsiedlung in der Hohen Tatra aus...

Beide Filme rund um die chaotischen Träger von Extrem-Haartollen und Schnabelschuhen wurden von Aki Kaurismäki absolut puristisch inszeniert. Das heißt im Klartext: Schrifttafeln, um die neue Örtlichkeit anzukündigen, keinerlei Extras und auf Wunsch des Regisseurs nicht einmal Kapitel. Immerhin gibt es deutsche Untertitel für den als einzige Tonspur vorhandenen Originalton. Egal, um es mit einem von der Kapelle live oftmals geäußerten Zitat zu sagen: Thank you very many!

Bewertung: 4 von 5

Sonntag, 15. Februar 2009

Soundtrack Of My Life (005): Laid Back - Bakerman (1989)

An diesen Song habe ich sehr kuriose Erinnerungen. In der Mitte der 90er arbeitete ich als DJ in mehreren Erlebniskneipen. Eines schönen Abends kam einer der Gäste angeschlendert und wünschte sich imbrünstig dieses Lied, verbunden mit der Bemerkung "Ich spendier Dir auch 'n Bier!" Ich hätte es zwar auch ohne diese "Belohnung" getan, aber sowas nimmt man dann natürlich gerne mit.

Soweit ist das noch nicht weiter außergewöhnlich, wäre der Typ an jenem Abend nicht noch weitere zweimal aufgetaucht, mit genau demselben Wortlaut. Und so wiederholte sich die Prozedur. Dies dürfte wohl die einzige meiner "Muggen" gewesen sein, bei der ich dreimal ein und denselben Song gespielt habe und noch heute überkommt mich beim Anhören sofort Bierdurst...

Mal davon abgesehen: das Fallschirmsprung-Video der beiden Dänen ist trotz des Gaga-Texts natürlich sensationell, Regisseur war kein anderer als Lars von Trier!

Dienstag, 3. Februar 2009

Zu viel erhofft

Leider ergab mein heutiger Besuch im Städtischen Museum nicht wirklich neue Erkenntnisse. Zwar fand ich in den mikroverfilmten Zeitungen des Dezembers 1930 zwei Traueranzeigen bezüglich meines Urgroßvaters, aber die von mir erhofften Namen etwaiger Geschwister fanden sich nicht darin. Aus der in der Aufzählung "Ehegatte, Vater..." etc. erwähnten Formulierung "Bruder" kann ich aber darauf schließen, dass es tatsächlich Geschwister gegeben haben muß. Diese nun zu finden, ist eine neue Herausforderung. Desweiteren werde ich über das Verkehrsmuseum Dresden versuchen, an Informationen über die Arbeit meines Urgroßvaters bei der Bahn zu gelangen.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 29. Januar 2009

Ein Tag im Dezember

Für 2009 hatte ich mir unter anderem vorgenommen, meine im letzten Jahr begonnenen Ahnenforschungen wieder aufzunehmen, die ich aufgrund des Elternstresses ein dreiviertel Jahr auf Eis legen mußte. Mit ein paar E-Mails und einigen Telefonaten konnte ich nun wieder ein kleines Puzzlesteinchen in die Familiengeschichte einfügen.

Mein Urgroßvater Ernst starb sehr früh, so das ihn weder mein Vater noch meine Großmutter, sprich die Schwiegertochter meines Uropas, jemals kennenlernten. Sein Sterbedatum geriet in Vergessenheit und fehlte im Stammbaum. Dies herauszufinden war nun vergleichsweise leicht. Dank der unbürokratischen (und entgegen vorherigen Ankündigungen!) kostenlosen Hilfe der Kirchgemeinde Zeithain brauchte es nur eine Stunde Warten auf einen Rückruf, bis die gewünschte Information aus den damaligen Kirchenbüchern herausgesucht war. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.

Hier nun also die in Erfahrung gebrachten Fakten. Mein Urgroßvater verstarb 12 Tage nach seinem 44. Geburtstag, am 09. Dezember 1930 in Riesa und wurde vier Tage später in Zeithain beerdigt, das Grab, an das sich mein Vater noch aus Kindertagen erinnern kann, existiert freilich schon längst nicht mehr. Selbst die Todesursache - Leber- und Magenkrebs - ließ sich noch aus dem Kirchenbuch herauslesen. Ich selbst wurde also nur einen Tag vor seinem 41. Todestag geboren.

Ich werde nun versuchen, den genauen Zeitpunkt zu rekonstruieren, zu dem mein Urgroßvater aus dem oberschlesischen Proschlitz (heute Proślice/Polen) nach Sachsen kam, wahrscheinlich, um dort in seinem Beruf bei der Deutschen Reichsbahn bzw. deren Vorläufern zu dieser Zeit, den Königlich Sächsische Staatseisenbahnen zu arbeiten. Dieser Umzug muß meinen Kenntnissen zufolge um das Jahr 1910 erfolgt sein. Um Genaueres herauszufinden, werde ich mich jetzt zum einen an die zivile Gemeindeverwaltung Zeithains wenden und darüber hinaus versuchen an Bahnarchivmaterial zu kommen, eventuell kann mir dabei auch das Riesaer Stadtmuseum helfen.

Fortsetzung folgt...

Samstag, 3. Januar 2009

Gute Vorsätze sind das Eine...

...sie in die Tat umzusetzen das Andere. Immerhin konnte ich heute schon zum zweiten Mal in diesem Jahr mit der Kamera umherstreifen. Diesmal traf es am Vormittag ohne Begleitung die Gegend um Tiefenau, am späten Nachmittag mit der Familie bei einsetzender Dämmerung den Schloßpark von Seerhausen. Bilder gibt es hier.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Prost Neujahr!

Nach einem äußerst geruhsamen Silvesterabend mit entsprechend wenig Alkohol ging es ohne Ausfallerscheinungen ins neue Jahr. Euch allen da draußen die besten Wünsche! Selbst Sohnemann spielte mit, trotz des mitternächtlichen Höllenkrachs nicht wach geworden und heute sensationell lange (8.30 Uhr) geschlafen. Erstaunlich!

In den frühen Abendstunden des Neujahrstages wurde noch einmal die Gelegenheit ergriffen und durch das kalte und leicht verschneite Riesa zu stapfen. Bilder gibt es hier.

Freitag, 19. Dezember 2008

Foto-Nachtrag

Nach über einem halben Jahr habe ich vorgestern endlich mal wieder die Zeit gefunden, mit der Kamera loszuziehen. Ich hab mir praktischerweise gleich den Kleinen geschnappt und hab samt Kinderwagen eine kurze Runde durch den Regen und über den nahegelegenen Friedhof gedreht. Bilder gibt es hier.

Donnerstag, 27. November 2008

Einer ist immer der Loser...

Schon mal so gefühlt, als wenn man mit einem Trabbi in ein Ferrari-Treffen hereinplatzt? So ging es mir gestern, als ich aus Neugier und Weiterbildungshunger ein Treffen der Fotogruppe der lokalen Kulturwerkstatt ART besuchte. Da lagen ein paar tausend Euro an Fototechnik auf dem Tisch und dann komm ich mit meiner ollen "Deefuffzich"... Ich versuch mal das Beste draus zu machen, große Sprünge sind derzeit dank Weihnachten und innerfamiliärer Geburtstagsinflation eh nicht drin. Erste Hausaufgabe: Mal das Handbuch studieren. Nach zwei Jahren immer noch nur rudimentär die Kamerafunktionen zu kennen geht wirklich nicht!

Daher heute Frustshopping: Hab mir endlich meine externe 1 TB-Festplatte geleistet... Techno-Schoki fürs Gemüt sozusagen...