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Montag, 14. Februar 2011

Soundtrack Of My Life (031): Shalom - Bon Soir, Mademoiselle Paris (1992)

Seltsam. Beackerte ich diese Blogkategorie früher maximal einmal monatlich, fällt mir heute fast jeden Tag eine Geschichte ein. Der heutige Song schließt sozusagen die "Chomutov-Trilogie" (die vorangegangenen Teile hier und hier) ab und führt zurück ins Jahr 1992.

Der Grund, warum es uns damals in die Kleinstadt jenseits des Erzgebirgskamms zog, war der einfache Umstand, dass der "Gasfuß" (siehe Teil zwei) in jenem Jahr seinen Unteroffizierslehrgang im grenznahem Marienberg absolvierte und bei einem Trip auf die andere Seite jenen von Bulgaren geführten Club entdeckte, in den wir später fast wöchentlich einfielen. Klar wurde dort überwiegend der gängige internationale Schmiss gespielt, aber mir fiel in jenen Nächten besonders eine tschechische Ballade auf, von der ich zwar nahezu kein Wort verstand, mir aber trotzdem irgendwie ans Herz ging. Meine Sprachkenntnisse beschränkten sich damals darauf, halbwegs unfallfrei Getränke zu ordern und die Übernachtung zu sichern, für eine tiefergehende Analyse fehlte aber eindeutig das Vokabular. Meine damalige Herzensdame, mit der ich mich mangels englischer oder deutscher Sprachkenntnisse auch nur halbwegs mit Händen und Füßen verständlich machen konnte, vermochte mir zumindestens beizubringen, es hier mit Shalom, dem damals angesagtesten Act der zu diesem Zeitpunkt noch in den letzten Zügen existierenden Tschechoslowakei zu tun zu haben. Erst Jahre später, zu Beginn meiner Internet-Aktivitäten, konnte ich etwas tiefer in der Geschichte der Band schürfen, die als Nachfolgeprojekt des einheimischen Superstars Petr Muk zu seiner ersten Band Oceán (der nationalen Ausgabe von Depeche Mode) gegründet wurde und nur bis 1996 existierte.

Der Song stimmt mich immer noch sehr melancholisch, zumal ich erst durch die Recherche zu diesem Beitrag von dem Umstand erfuhr, dass Petr Muk im Mai 2010 unter bis heute nicht restlos geklärten Umständen tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde und das im Alter von gerade einmal 45 Jahren. Měj se hezky, Petr a děkuji...*

*Machs gut, Petr und danke...

Samstag, 12. Februar 2011

Soundtrack Of My Life (030): Culture Club - God Thank You Woman (1986)

Wie ich bereits an anderer Stelle einmal anmerkte, sah es im DDR-TV mit dem Abspielen offizieller Videoclips westlicher Bands bis zum Start des als letzten Rettungsversuchs gedachten Jugendprogramms "Elf 99" im Spätsommer 1989 eher düster aus. Im Radio pfiff man fröhlich auf alle Urheberrechte und jagte von sogenannten "Reisekadern" in West-Berlin besorgte Alben in Gänze über den Äther. So einfach waren bewegte Bilder freilich nicht zu bekommen, man behalf sich da lieber mit in Italien angekauften Promoauftritten der Top-Künstler bei den dortigen Musikfestivals von Sanremo und Saint-Vincent. So bekam ich eben "Stripped" von Depeche Mode, "The Wild Boys" von Duran Duran oder andere Acts statt der bei "Formel Eins" oder MTV laufenden Filmchen auf einer Bühne performt zu Gesicht - immerhin besser als nichts!

Nur ganz selten hatte man irgendwo ein "richtiges" Video ergattert, ich erinnere mich da an "The Jet Set" von Alphaville oder "Lovers In A Dangerous Time" von Bruce Cockburn. Ganz besonders ist mir aber ein anderer Clip in Erinnerung geblieben - "God Thank You Woman" von Culture Club aus dem Jahre 1986 - kurioserweise einer der erfolglosesten Songs der Band, der in seinem Erscheinungsjahr nicht einmal die deutschen oder amerikanischen Top100 erreichte und in Großbritannien auch gerade mal auf Position 31 landete. Dabei finde ich den Track mit seinem funky Rhythmus nach wie vor sehr knackig. Boy George, in diesem Fall vergleichsweise recht zurückhaltend gestylt (man vergleiche das einmal mit dem Video zu "The War Song"!), wackelt sich neben seinen Bandkollegen durch eine Studiokulisse, in die Filmsequenzen der Leinwandgöttinnen Claudia Cardinale, Brigitte Bardot, Sophia Loren und Britt Ekland einkopiert sind. Mehr 80er geht wirklich nicht...

Donnerstag, 6. Januar 2011

CD-Rezensionen (213): Blind Passengers - Born To Die (MCD) (1994)

(Cover: Amazon.de)

Sich musikalisch mit dem emotionalen Thema Tierversuche zu beschäftigen, ist auf dem ersten Blick erst einmal wohlfeil. Ein paar ergreifende Worte gegen die Qualen der Kreatur, dazu ein emotional aufwühlendes Coverfoto und der allseitige Beifall ist sicher. Ob man dann selbst im Alltag von den Ergebnissen der umstrittenen Tests profitiert oder sich konsequent deren Auswirkungen auf das Privatleben verweigert, ist dann freilich oftmals eine andere Sache. Unterstellen wir jedoch einmal den Berlinern bei ihrer 1994 erschienenen Single nur die besten Absichten.

Im Grunde genommen lässt sich "Born To Die" als Bindeglied zwischen den 1993 und 1996 erschienenen ersten beiden Alben der Blind Passengers verstehen, bietet der Tonträger doch einen Remix des von "The Glamour Of Darkness" bereits bekannten "Yes, Sir!" und mit den beiden Versionen des Titelstücks bereits einen Vorgriff auf den später erschienenen Zweitling "Destroyka". Kann aber der "Hospital-Mix" des erstgenannten Stücks mit gesteigerter Aggressivität und pumpendem Rhythmus noch einige Qualitätspunkte zulegen, fiel die schlußendlich für das '96er-Album verwendete Version von "Born To Die" deutlich schwächer aus als der hier verwendete Edit und der über sechsminütige "Gen-Mix".

Mit dem wild vorwärtsstürmenden "Headache... (New Prosperity)" und dem Instrumental "Sarajevo", welches mit getragenen Synthie-Streicherklängen den damals noch tobenden Bosnien-Krieg thematisiert, werden netterweise noch zwei qualitativ hochwertige B-Seiten als Bonus dreingegeben, in Zeiten, in denen auch mal gerne auschließlich Remixe ein und desselben Stücks auf Maxi-CDs gepressst wurden, ein sehr fanfreundlicher Umstand! Alles in allem bekommt man etwa 22 Minuten im Stil der frühen Bandphase geboten, bevor sich die Herren um Nik Page deutlich härteren Klängen zuwandten.

Bewertung: 4 von 5

Mittwoch, 29. September 2010

CD-Rezensionen (202): Distain! - Tears Of Joy Remix E.P. (1999)

(Cover: Amazon.de/distain.de)

Für die Remixtätigkeiten zu ihrer 1999er Single "Tears Of Joy" ließen die Augsburger Distain! mit Gareth Jones einen ganz großen Namen der Synthpop-Szene Hand ans Stück legen. Gleich zwei Neuversionen des Titelstücks steuerte der Brite, der teilweise bahnbrechende Alben von Depeche Mode, Erasure, Nick Cave oder den Einstürzenden Neubauten produzierte, für diese EP bei.

Der musikalische Reigen beginnt mit mit dem bandeigenen "Radio Mix", ein gefälliges Stück, das allerdings ohne größere Ecken und Kanten auskommt. Tanzbar und mit griffigem Refrain versehen - da kann man nicht viel falsch machen.

Deutlich tiefer greift hingegen Meister Jones in die Sound- und Effektekiste. Der "Club Mix #1" wummert mit ordentlich Tiefendruck aus den Boxen und verleiht dem Stück einen um Einiges höhere Intensivität, ohne dabei das Tempo großartig anzuheben. Gelegentlich nimmt sich der Track sogar etwas zurück um gleich im Anschluss wieder mit voller Kraft weiterzumachen. Sehr viel zurückhaltender und ganz seinem Namen verpflichtet hingegen der auf ein interessantes Wechselspiel von Drums und Effekten basierende "Chill Out Mix", der zudem einige vertraut erscheinende Sounds aus dem Œuvre Depeche Modes präsentiert. Das gefällt!

Mit "She's Gone" und "No Excuse" gibt es noch zwei Bonustracks obendrauf, wobei ersterer ein etwas angerocktes Stück und zweiterer ein gesanglich stellenweise gewöhnungsbedürftiger Popsong konventioneller Bauart mit sehr schönem Refrain darstellt.

Insgesamt sicherlich kein Meilenstein des Genres, aber ein qualitativ guter Tonträger von etwa achtzehneinhalb Minuten Spieldauer.

Bewertung: 4 von 5

Freitag, 30. Juli 2010

CD-Rezensionen (193): De/Vision - Fairyland? (1996)

(Cover: Amazon.de)

Bevor DE/VISION mit ihrem vierten Longplayer "Monosex" von 1998 der (zwischenzeitliche) Sprung ins Major-Lager gelang, wurde 1996 mit dem im schreiend pinken Digipack veröffentlichten "Fairyland?" der Abschied vom legendären Synthpop-Label Strange Ways manifestiert. Name und Optik sind hier Programm, denn selten klang die Band poppiger als auf diesem Tonträger. Ganz besonders wird das an Track Nummer drei, "Sweet Life", deutlich. Wahrlich süßlich das Ganze mit der Gefahr ersthafter Zahnschmerzen ob soviel Zuckers. Dabei steigt das Album mit dem sehr relaxt vor sich hin groovenden "I Regret" und dem Instrumental "Dawn" gar nicht übel ins Gehör ein. Doch genannter Track und die deutlich sämtliche Kitschgrenzen sprengende Ballade "Like The Sun" macht diesen ersten sehr positiven Eindruck fast schon wieder zunichte.

Glücklicherweise naht alsbald in Gestalt des energischen "Harvester" Rettung. Fünf Minuten lang treibt ein mit ordentlichem Bums gesetzter Beat das Stück vorwärts - noch mit gebremsten Tempo, doch das ändert sich schon beim darauf folgenden "Today's Life", sicherlich neben "Bleed Me White" das tanzbarste Stück des gesamten Longplayers. "Scars" spielt mit diversen Tempiwechseln, während "Keep Your Dreams Alive" von seiner hochnervösen Stimmung lebt.

Mit "Wages Of Sin" hat "Fairyland?" noch ein zweites - wenig originelles - Instrumental zu bieten, eine nach Füllmaterial riechende Vorgehensweise, die auch seit den 90ern auf Depeche Mode-Alben eine leidliche Tradition hat. An für sich unnötig, findet sich doch beim nun dem Ende entgegenstrebenden Silberling mein persönlicher Favoritentrack. "Take Me To The Time..." blubbert mit starken Sounds, leichten Distortioneffekten in den Strophen und tieftraurigem Text derartig unter die Haut gehend vor sich hin, dass der Song auch noch nach fast 15 Jahren zu meinen absoluten Lieblingsstücken des Genres zählt.

Mit "Daydreamin'" wird abschließend noch eine gepflegte Tanzbodennummer spendiert, kein Überkracher zwar, dennoch ein rundes Finale eines stellenweise zwar leicht schwächelnden, aber dennoch in der Summe sehr hörenswerten Synthpop-Albums.

Bewertung: 4 von 5

Mittwoch, 12. Mai 2010

CD-Rezensionen (188): Blind Passengers - Walking To Heaven (MCD) (1994)

(Cover: Amazon.de)

In den Jahren 1993/94 fanden so einige Erzeugnisse aus dem Bereich Synthie Pop den Weg in das heimische CD-Regal und auch der durch mehrmaliges Hören in meinem damaligen bevorzugten Club in den persönlichen Aufmerksamkeitsfokus gerückte Singlehit der Berliner Blind Passengers gehörte zu diesen umfangreichen Anschaffungen.

Zu diesem Zeitpunkt wandelte die damals noch als Trio agierende Band schwer auf den Pfaden von Depeche Mode & Co. und somit gibt es im Gegensatz zu den einige Jahre später vorherrschenden Bratgitarren-Klängen rein elektronische und sphärische Sounds zu hören. Das Titelstück liegt in zwei Mixen vor, die sich dankenswerterweise beide von der Albumversion des Debüt-Longplayers "The Glamour Of Darkness" unterscheiden. Kann die reichlich sechsminütige Nepal Version mit einigen meditativen Anleihen punkten, bekam der Radio Edit ein vom Sound eines damaligen Werbespots der mittlerweile längst verblichenen Kosmetikmarke GAMMON inspiriertes Intro spendiert.

Positiv an diesem Tonträger ist anzumerken, dass mit "Stop The Nation" und "Your Smell" nicht einfach anderswo bereits veröffentlichte Füllmasse, sondern zwei echte Non Album-Tracks verwendet wurden, wobei besonders letzterer eine prima B-Seite darstellt. Das macht zwar insgesamt nur etwas mehr als 18 Minuten Musik aus, allerdings ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis inklusive. Die Musikwelt wird mit dieser Maxi nicht eingerissen, sie ist dennoch ein immer wieder gern gehörter Teil meiner Musiksammlung.

Bewertung: 4 von 5

Donnerstag, 18. Februar 2010

Eine verpasste Sensation

So...Hausarbeit ist eigentlich fertig (ich werde mir aber mit dem Abschicken doch noch bis zur Deadline Zeit nehmen, man weiß ja nie), aber ich muss meine selbstgewählte Sendepause mal unterbrechen, schließlich spielte sich in der altehrwürdigen Londoner Royal Albert Hall gestern eine geradezu historische Szene ab. Depeche Mode gaben ein Benefizkonzert zugunsten der Kinderkrebshilfe, was aufgrund der außergewöhnlichen Location und dem für die band außergewöhnlichen Anlass schon etwas Besonderes darstellte. Aber was sich dann bei Song Nummer 16 abspielte, hatte wahrlich keiner der Anwesenden auf dem Zettel. Aus dem Dunkeln des Bühnenhintergrunds näherte sich ein Herr im dunklen Anzug dem Piano und entpuppte sich als niemand anderes als der 1995 nicht unbedingt im Frieden von der Band geschiedene Soundgott Alan Wilder! Ganz wie in alten Zeiten begleitete er Martin Gores Vortrag von "Somebody" und glaubt man Augenzeugenberichten, flossen bei vielen Personen beiderlei Geschlechts vor lauter Rührung die Tränen.

Was mich natürlich etwas traurig stimmt - ich hätte dort sein können. Beim Berliner Depeche Mode-Konzert im Januar wurde mir von einer ausgewanderten Freundin, die in England lebt, angeboten mitzukommen, da sie noch ein paar Tickets über hatte. Ich lehnte damals aus Kosten- und Zeitgründen ab - heute könnte ich mich dafür in den Allerwertesten beißen. So bleibt mir nur der visuelle Eindruck - mit Gänsehautgarantie!


Sonntag, 10. Januar 2010

The boys are back in town...

Ohne große Probleme haben wir den samstäglichen Konzerttrip zu Depeche Mode nach Berlin überstanden, hier ein kleiner Bericht mit dem Ablauf des gestrigen Tages:

Den Junior bei den Schwiegereltern abgeliefert und 11.30 Uhr in den Zug (aus Sicherheitsgründen einer früher als ursprünglich geplant) geklettert und dort unsere Chemnitzer Freundin getroffen. In Berlin sind wir mit gerade einmal 15 Minuten Verspätung eingelaufen - elende massenmediale Panikmache

Eigentlich wollten wir gleich zum Berliner Ostbahnhof, wir haben aber kurzfristig umdisponiert, sind direkt zum Hauptbahnhof weitergefahren und haben uns dort ein wenig die Zeit vertrieben. Die Location ist ein toller Bahnhof, für meinen Geschmack gestern aber arg zugig und kalt. Gegen 17.45 Uhr ist man zum eigentlichen Ziel aufgebrochen. Man musste da ein wenig improvisieren, die Züge hatten alle zwischen 5 und 120 Minuten Verspätung, aber die drei Stationen innerhalb der Hauptstadt waren dann auch nicht das Problem. 

Die Mädels haben sich auf'm Bahnhofsklo ein wenig aufgerüscht, während ich draußen wartete. In der Zeit kamen noch zwei SMS eines Online-Bekannten an, u.a. mit der Mitteilung "Sind jetzt in der Halle, stehen ziemlich weit vorne links". Bis wir dann vor Ort waren, ohne Warten eingelassen wurden, Jacken abgegeben waren etc. muss es wohl so gegen 19 Uhr gewesen sein, als ich den Innenraum der O² World betrat. Da sowohl die Göttergattin als auch unsere Bekannte enge Menschenmassen kreislaufmässig nicht besonders gut vertragen, wollten sie sich weiter hinten hinstellen, während ich mich auf die Suche nach meinem mir bisher nur aus dem Internet bekannten Onlinekontakt machte. Ich wollte ihn gerade anrufen, als ich ihn auch schon erblickte - der Herr ist mit seinen 1,96m nicht zu übersehen! Da es vorne links an der Bande zu den Sitzplätzen (etwa 5. Reihe) lange Zeit sehr gesittet zuging, kam sogar noch mein Anhang mit nach vorne, so dass wir das Konzert ungewohnterweise zusammen erleben konnten.

Im abgesperrten Raum gleich links von uns tummelte sich allerlei Prominenz, irgendwann stand Mute-Boss Daniel Miller knapp zwei Meter entfernt von uns und schmiss sich für ein Handyfoto noch extra in Pose. Auch Keyboarder Gordeno hat da für eine Weile rumgelümmelt. Highlight auf den Sitzplätzen: ein "Dave anno '87"-Clone mit weißen 501 und "Music For The Masses"-T-Shirt - yeah!

Nitzer Ebb fingen als Vorband gegen 19.40 Uhr schon eher an als gedacht, die Halle war da noch relativ spärlich besetzt, gerade auf den Rängen. Musik war okay, es hat mich aber jetzt nicht wirklich vom Hocker gerissen, mir ist das dann irgendwann zu gleichförmig geworden. Aber höflicher Applaus bis echte Begeisterung, kein Buh-Geschrei und auch keine Kartenwedler. Bei einem Depeche Mode-Konzert eine eher ungewohnte Erfahrung. Auftritt wurde von Dave Gahan und Martin Gore (mit Fellkapuzen-Anorak auf'm Kopp) von der Bühnentreppe aus verfolgt, etwa 5 Meter vor unserer Nase. 

Die Göttergattin hatte etwas mit drängelnden Kiddie-Mädels zu kämpfen, als wir die Plätze getauscht haben, war Ruhe. Dafür wurde die Frau meiner Begleitung mit einer Bierdusche bedacht. Werde diese Oberkellner, die durch die Masse mit ihrem Saufzeuchs müssen, nie verstehen...

Punkt 21 Uhr ging's los. Erstaunlich gut: Dave's Gesang, auch wenn Mr. Gore bei seinen Solosachen manchmal erstaunliche Stimmakrobatikübungen veranstaltete. Nicht übel...  Die Video-Projektionen der Bühne fand ich eher öde, zudem fehlten einige auf der Sommertour gezeigten Clips. Und "In Your Room" (eigentlich mein DM-Lieblingssong) kann mir live solange gestohlen bleiben, wie sie nicht die Albumversion spielen. Mit den "Sounds Of The Universe"-Songs kann ich mich bis auf "Wrong" nach wie vor wenig anfreunden, dafür kam "Home" so runterreduziert wie gestern vorgetragen sehr gut!

Grenzwertig: der Sound. Stellenweise waren die Mikros plötzlich zu leise (gerade bei Sangeswechsel Gahan/Gore und zurück). Dafür wummerte es bass- und drummäßig wie Hölle. Klar, der Eigner drischt manchmal wie ein Berserker auf die Felle, aber bei "I Feel You" war es selbst mir fast zu viel. Übelster Druck auf der Brust und laut, laut, laut! Ich hab gedacht, meine Damen klappen mir ab... Junge, Junge, das schüttelte aber den Rost aus den Knochen... Beim "Never Let Me Down Again"-Armewedeln hab ich mich einfach mal umgedreht und die Kulisse genossen - Wahnsinn in der Riesenhalle!

Die Setlist des Abends:

In Chains
Wrong
Hole To Feed
Walking In My Shoes
It's No Good
A Question Of Time
Precious
World In My Eyes
Insight
Home
Miles Away / The Truth Is
Policy Of Truth
In Your Room
I Feel You
Enjoy The Silence
Never Let Me Down Again

Zugaben:

One Caress
Stripped
Behind The Wheel
Personal Jesus

Dann ab zur Aftershow-Party, bissel im Schneesturm angestanden und viele Leute endlich einmal live getroffen, die ich aus dem Internet teilweise seit sieben Jahren kenne. Außerdem gesichtet: die Sänger von DE/VISION und Melotron.

Die Rückfahrt verlief ohne Probleme, fühl mich jetzt dafür, dass man so lange on Tour war, auch noch ganz zivil. Insgesamt ein Tag mit 26,5 Stunden auf den Beinen, da man erst gegen 9 Uhr morgens ins Bett kam. Aber: Berlin ist auch bei Schnee und Sturm immer eine Reise wert!

Freitag, 8. Januar 2010

Hello Daisy...

Aus allen Ecken bekommt man für morgen Wetterwarnungen um die Ohren gehauen. Vorräte bunkern, zu Hause bleiben, das volle Programm. Dumm nur, dass wir Konzertkarten für Depeche Mode in der Berliner O² World haben. Wird wohl morgen trotz der Benutzung der Deutschen Bahn eher ein Survivaltrip werden, erst einmal halbwegs pünktlich hinkommen damit nicht erst einmal 160 Euro plus Fahrtkosten den Bach runtergehen. Wir werden dann noch die Aftershowparty besuchen und wollen danach wieder mit dem ersten Zug zurück - wer weiß, ob's klappt. Bericht gibt es dann an dieser Stelle später...

Montag, 14. Dezember 2009

CD-Rezensionen (175): 16 Bit - INAXYCVGTGB (1987)

(Cover: Amazon.de)

Bevor gegen Ende der 80er Jahre auch in den kommerziellen Charts die grosse Acid House- und Techno-Welle losbrach, war das, was die später noch einmal mit SNAP! zu Weltruhm gelangten Michael Münzing und Luca Anzilotti unter dem Label 16 Bit veröffentlichten ganz vorne dabei im europäischen Dancefloor-Konzert. Stilistisch einer ganzen Reihe ähnlicher deutscher Projekte wie OFF oder Silicon Dream verwandschaftlich verbunden (die sich hinter ersterer Formation verbergende DJ-Legende Sven Väth fungiert auch beim Single-Hit "Where Are You?" als Sänger), zeigt sich hier, dass das Epizentrum des damaligen Sounds in Frankfurt und München zu suchen war. Namen wie die der Clubs "Dorian Gray" oder "Omen" haben heute noch einen geradezu mythischen Ruf.

Auch wenn sich naturgemäß das Hauptaugenmerk bei diesem heute zu absurden Höchstpreisen gehandelten Tonträger auf die Hits "Where Are You?" und "Changing Minds" legt - diese Platte hat wahrlich noch mehr zu bieten! "(Ina) Gadda-Da-Vida" bedient sich kurzerhand eines der berühmtesten Songnamen der Rockgeschichte, um dessen Entstehungsgeschichte sich bis in die Gegenwart wüste Geschichten ranken. Mit dramatischen Rock-Vocals von Eddie Hind versehen, stampft dieser Kracher ordentlich aufs Parkett, besonders eindrucksvoll die an düstere Chöre erinnernden Backgroundsounds.

Auch die folgenden Tracks gehen allesamt schwer elektronisch zu Werke, geprägt von dem, was die Sound- und Sample-Datenbänke damals hergaben. Das erinnert mal an Kraftwerk ("Be Quiet"), mal an Depeche Mode ("Too Fast To Live") oder an anderer Stelle gar an Ultravox ("Desire"). Richtig schnuckelig schräg hingegen "132 Beats 'xycvgtgb'", das einen prägnant-straighten Beat mit allerlei putzigen Samples - wie beispielsweise Verkehrsdurchsagen - verbindet. Gefällt mir sehr, wie auch das experimentellste Stück auf dieser CD, "Death Of A Chip ('Der Mix')". Klingt wie frühe OMD und das ist genau meine Baustelle...

Die CD-Version beinhaltet noch diverse Mixe als Bonus, hierbei ist insbesondere der Laser Edit von "Be Quiet" lobend zu erwähnen. Macht summasummarum satte 74 Minuten heute als absolute Rarität gehandelte Dancefloor-Geschichte. Wer zu einem vernünftigen Preis drankommt - kaufen!

Bewertung: 4 von 5

Mittwoch, 25. November 2009

Konzert-Nachlese

Nach einem dringend benötigten Tag der Erholung ein kleiner Rückblick auf das gestrige Rammstein-Konzert in der Arena Leipzig.

Wir sind relativ spät angereist, standen ab etwa 18.00 Uhr vor dem Osteingang der Halle eine Stunde an (wobei natürlich wieder dank der Vordrängel-Assis kein sonderlich guter Sichtplatz drin war). Der Einlass ging durch das Barcode-Einscannen eines jeden einzelnen Tickets äußerst zäh voran. Ich hab während des Gigs alleine in der Masse gestanden, da die Göttergattin enge Menschenansammlungen nicht sonderlich gut verträgt und sich das Ganze von der Seite angeschaut hat.

Publikum wie schon bei der letzten Tour sehr gemischt, ich habe wieder sehr viele Eltern-Kinder-Kombinationen gesichtet - mit sehr vielen heftig aufgerüschten Damen jenseits der 40/50. Ansonsten wirklich sehr viele "Graukappen", von denen viele wohl nach dem Motto "Heute gehen wir uns mal richtig gruseln, gell Elsbeth?" in die Halle gekommen sind. Auf den Sitzplätzen und auch in meiner Umgebung war daher auch zum Teil sehr unbewegliches Volk, vom wüsten Headbanger im Metallica-Shirt neben mir mal abgesehen. Muß ein Schwede gewesen sein, denn der schrieb während des Konzerts eine SMS in mir nur rudimentär bekannten Worten "Jag aelskar ...". Gerade das Altvolk war wohl bei Combichrist als Vorband mächtig erschrocken. Diese haben die Halle fein vorgeglüht, auch wenn ich deren Sound nach etwa 4 Songs als etwas zu monoton empfand. Für mal abhotten sehr fein, aber bitte nicht länger als 20 Minuten am Stück... Aber (wie auch schon bei Apocalyptica bei der letzten Tour) sehr faire und herzliche Aufnahme der Vorband durchs Publikum, gar kein Vergleich mit Depeche Mode-Konzerten!

Das zum eigentlichen Konzertauftakt gegen 21.10 Uhr sichtbar werdende Rammstein-Bühnendesign war das sensationellste, das ich je gesehen hab. Am Anfang eine Mischung aus Mittelalterkerker und Pathologie-Labor, später in feinster Steampunk-Optik und zum Schluß richtig Großstadt-Hightech. Einfach nur geil!

Die Setlist sah wie folgt aus: 

1. Rammlied
2. B********
3. Waidmanns Heil
4. Keine Lust
5. Weisses Fleisch
6. Feuer frei!
7. Wiener Blut
8. Frühling in Paris
9. Ich tu Dir weh
10. Liebe ist Für alle da
11. Benzin
12. Links 2 3 4
13. Du hast
14. Pussy

Zugabe1 
15. Sonne
16. Haifisch (mit Flake im Gummiboot)
17. Ich will

Zugabe 2
18. Engel

Die Show war toll, viele neue und ein paar altbekannte (Keine Lust, Feuer frei! etc.) Effekte, am besten haben mir hierbei das finale "Engel" (Hammeroptik, obwohl ich den Song gar nicht so mag) und "Ich tu Dir weh" gefallen, Letzteres mit Till-Ansage über die Indizierung und Ärzte-like geändertem Text ("In Leipzig gibt es einen Zoo, da sind alle Löwen froh. / Leipzig ist so schön, da können wir zur Messe gehn", "Wünscht Euch was wir sagen nicht nein und führ'n Euch Kuscheltiere ein" usw.) und vielen von der Masse gesungenen Passagen. Kompliment auch an Flake, der das halbe Konzert mit einer Art Dauer-Moonwalk im Jackson-Glitzeroutfit auf einem Laufband bestritt.

Kritikpunkte: Sound für meine Ohren sehr dumpf und laut, laut sowie einfach nur laut. Eine Chemnitzer Freundin, die zum ersten Mal bei Rammstein war, aber schon AC/DC, Metallica und ähnliche Bands gesehen hat, sagte anschließend "Ich definiere Konzertlautstärke jetzt anders". Dazu die üblichen Aufreger. Saufprolls mit geleerten Becherkollektionen plus diverser 1-Liter-Kannen, permanente Rein- und Rausrenner, die Bataillone von Handy- und Kamerafilmern (nerv!), Dauerrauchern (Luft war eh zum Schneiden) und einem lahmen Publikum auf den Sitzplätzen.

Was mich etwas beunruhigt: obwohl ich gar nicht mal solange gestanden hab, war ich danach ziemlich erledigt - nach sowas wie Aftershow-Party war mir ganz und gar nicht. Wie soll das am 09.01. 2010 in Berlin werden? Doch lieber versuchen, meine Innenraum-Tix gegen Sitzplätze zu tauschen? Ich werd alt... Jedenfalls war man gegen 0.45 Uhr völlig erledigt zu Hause.

Wahrscheinlich weil der "Wow-Effekt" beim ersten besuchten Rammstein-Konzert etwas größer ist, hat mir mein Besuch bei der letzten Tour im heimatlichen Riesa etwas besser gefallen, aber trotzdem - das gestern schlägt jedes Depeche Mode-Konzert um Längen!

Donnerstag, 10. September 2009

CD-Rezensionen (160): DJ Pierro - Human Under Pressure (MCD) (1997)

(Cover: Amazon.de)

Mutig, mutig vom Label, auf die Hülle dieser Maxi-CD den Sticker "HITBLITZ - der Hit, der einschlägt" zu pappen. Da war wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens, denn von einem Hit konnte bei dieser "Trance meets Enigma meets World Music"-Scheibe schwerlich die Rede sein. Mir kam der Song 1997 auf einem der in diesen Jahren tatsächlich noch Videoclips spielenden Musiksender unter die Finger und da mir der Song zummindestens zum damaligen Zeitpunkt gar nicht einmal so übel vorkam, wanderte wenig später diese Maxi-CD in meinen Besitz. 

Vier Tracks von insgesamt etwa 21 Minuten Spieldauer wurden auf den Silberling gepackt, die allesamt Mixe des titelgebenden Stücks sind. Die Radio Version verbreitet mit einem der in den 90ern meistverwendeten Drum-Loops, indianischen Ethno-Gesängen samt sanften Synthie-Hintergrundsounds eine entspannte Atmosphäre, reißt aber nicht wirklich vom Hocker. Die Extended Version ist hingegen komplett zum Vergessen, wurde hier doch nur durch sinn- und niveaulose Instrumentalpassagen künstlich auf 05:10 Minuten Lauflänge aufgebläht. Langeweile pur.

Deutlich bessser präsentiert sich der im Drum 'n' Bass-Bereich angesiedelte HiFi Pressure Mix, bei dem der Instrumentalpart deutlich zurückgefahren wurde und nur noch in Ansätzen erkennbar ist. Mein Favorit ist allerdings das letzte Stück, der 6:11 Minuten lange Ghost Of The Age Mix. Ein wenig Minimalelektronik, etwas Depeche Mode, ein wenig New Age, etwas Trance, dezenter Bombast - eine prima Mischung!

Durch die schwankende Qualität der Versionen und das Fehlen eines B-Seiten-Songs eine durchschnittliche MCD.

Bewertung: 3 von 5

Montag, 3. August 2009

CD-Rezensionen (154): Diesel Christ - Gas Food Lodging (1993)

(Cover: Amazon.de)

Die längst verblichenen Depeche Mode-Epigonen von Diesel Christ taten sich in der Erinnerung von Fans des Synthiepop-Genres hauptsächlich mit zwei "Diesel Mode"-Alben (1993 und 1997) hervor, auf denen sie unoriginellerweise Songs ihrer britischen Vorbilder coverten. Im selben Jahr wie das erste Tribute-Album erschien mit "Gas Food Lodging" ein aufgrund der Anzahl der Tracks eher als EP anzusehender Tonträger mit eigenen Stücken.

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Depeche Mode-Sounds allgegenwärtig. Eröffnet "America" die CD noch durchaus eigenständig mit sattem Groove und ordentlichem Gitarrenbrettern, ist spätestens bei "Dinosaur" der Einfluß des (damals noch als Quartett existierenden) Basildoner Klangkollektives deutlich erkennbar. Dazu passt, dass Sänger Tom Berger - wie zahlreiche Spartenkollegen auch - partout versucht, wie Dave Gahan zu klingen, was im Vergleich mit dem Original natürlich in die Hose gehen muss.

"Gimme Your Gasoline" darf als erster Schwachpunkt der Platte angesehen werden, zu uninspiriert dudelt der wüste Sound-Mix aus den Boxen. Das sich den Titel des berühmten Roman-Klassikers von Philip K. Dick ausborgende "Do Androids Dream Of Electric Sheep?" ist schon deutlich besser, feiner Synth-Rock! Richtig übel wird es daraufhin allerdings mit "Nirvana". Der Song beginnt mit einer Art Stammesgesang und verwandelt sich dann in eine völlig austauschbare Gitarrenballade mit leichten Anleihen bei Chris Isaak und Angelo Badalementis "Twin Peaks"-Soundtrack.

Wenig gehaltvoll auch das bemühte "Nowhereland" und als absoluter Tiefpunkt der CD das völlig hektische "Dangerous". "Dust" hat aber immerhin das Potential zur Hymne, lehnte man es doch stark an die experimentellen Depeche Mode der Mitt-Achtziger an.

Was soll man nun abschließend von diesem Diesel Christ-Werk halten? Zu wechselhaft das Ganze, mehr Schatten als Licht, zu offensichtlich die Absicht, wie jemand ganz anderes klingen zu wollen. Doch nicht alles ist übel. Berücksichtigt man die einzelnen Highlights, erhält man ein eher durchschnittliches, aber durchaus nicht unhörbares Synthiepop-Album.

Bewertung: 3 von 5

Dienstag, 7. Juli 2009

CD-Rezensionen (150): The BossHoss - Stallion Battalion (2007)

(Cover: Amazon.de)

Dass sich die Idee, internationale Hits durch den Countrypunk-Wolf zu drehen, nicht endlos wiederholen lässt, ohne irgendwann langweilig zu werden, ist den Berliner Feinripp-Fans glücklicherweise rechtzeitig bewußt geworden. So schrauben sie auf ihrem dritten Longplayer den Anteil an Fremdkompositionen drastisch auf ein knappes Drittel nach unten und überzeugen hier mit überwiegend eigenen Songs. Schon der Titelsong gibt schon mal ordentlich was auf die Zwölf und zeigt gleich einmal, wo der Bartel, äh, der Hoss den Most holt. Grandiose Rocknummer!

"Monkey Business" swingt fast durch seine dreieinhalb Minuten, während "Shake & Shout" nach festivaltauglichem Hüpf-Intro ordentlich Fahrt aufnimmt. "José And Myling" geht auch noch voll in Ordnung, bis das Album mit "Free Love On A Free Love Free Way" etwas zu schwächeln beginnt. "Polk Salad Annie" dampft zwar noch gut mit Tempo vorbei, "Omniscient Lover" ist allerdings nicht so wirklich mein Geschmack. Als alter Depeche Mode-Affinicado kann ich dann aber die originelle Coverversion vom 1983er Stadionkracher "Everything Counts" sehr goutieren.

"Goodbye Mary" ist mal richtig was für's Herz, sehr schön entspannte Nummer und dem das zu langsam ist, bekommt mit dem Electric Six-Cover "Gay Bar" wieder erstmal ordentlich was mit der Bratgitarre an die Glocke. Da glüht das Waschbrett!

"Best Of The Rest" ist zweifellos das putzige Snoop Dogg-Cover "Drop It Like It's Hot", die ungewöhnlichste Nummer garantiert "Jumpin' Around". Komplett schräg arrangiert, aber nicht übel! Somit kein Topwertungs-Album, jedoch ganz knapp drunter.

Bewertung: 4 von 5

Freitag, 19. Juni 2009

Ticketkauf, schwergemacht

Der nackte Irrsinn, der sich in den letzten Tagen beim Vorverkauf von Karten für die Rammstein-Tour im Herbst und die Depeche Mode-Zusatzkonzerte in Berlin und Erfurt abgespielt hat. Zusammengebrochene Server, aufgebrachte Fans und schamlose Großauf- und Wiederverkäufer mischten sich zu einem explosiven Gemenge zusammen. Ich darf mich glücklich schätzen, für beide Veranstaltungen Tickets bekommen zu haben, aber gerade unter den Depeche Mode-Fans, die heute morgen zum Teil ohnmächtig mitansehen mußten, wie innerhalb von etwa einer Viertelstunde für die 17.000 Zuschauer fassende O²-Arena nix mehr ging und unmittelbar darauf erste EBAY-Auktionen mit Mondpreisen starteten, ist der Unmut groß. Zum Teil heftige Diskussionen darüber gibt es hier, eine Online-Petition gegenüber der Abzockerei ist auch ins Leben gerufen worden.

Dienstag, 16. Juni 2009

CD-Rezensionen (148): Dark Voices - Train Of Thoughts (1999)

(Cover: Amazon.de)

Nach dem zweiten Album "G-Punkt" (1998) gab es großes Stühlerücken bei den Berliner Synthiepoppern. Gio van Oli und René Meerkat verließen die Band und durch den Einstieg Dan Uhdens schrumpfte die Truppe zum Duo.

Erstmals kommen auf diesem Album Gitarrenklänge zum Einsatz, die den ansonsten vorherrschenden And One-Epigonensound etwas aufhübschen und zumindestens für einige interessante Einsprengsel sorgen. Dennoch herrscht über weite Strecken Business as usual, alles nett und eingängig, aber dennoch schon vielfach zuvor gehört. "I'll Never Accept" kann zumindestens als akustische Popballade reüssieren, "Forever With You" hat darüber hinaus einige putzige Uralt-Computerspielesounds zu bieten. Relativ dreist jedoch der Versuch, mit ein paar "Personal Jesus"-kompatiblen Gitarrenriffs bei "The Only One" zu punkten, um dann sofort wieder in den gewohnten And One-Sound zurückzufallen. "Greatest Under The Sun" ist sogar eine alberne Britney Spears(!!!)-Kopie. Yeah, hit me, baby, one more time...

Meine persönlichen Favoriten finden sich in "I Am How I Am", "This Love" und wenn es schon "Danone"-Mucke sein soll, dann eben mit "Just Like You".

Nach dieser CD lösten sich die "Dunklen Stimmen" auf und es ist wohl nur folgerichtig, dass zwei ehemalige Mitglieder im unmittelbaren Umfeld der großen Vorbilder wieder auftauchten. Insgesamt drei akzeptable Alben ohne großen Anspruch, dieses hier jedoch mit einer für das Jahr 1999 indiskutablen Lauflänge von gerade einmal knapp 35 Minuten.

Bewertung: 3 von 5

Dienstag, 19. Mai 2009

Eurovision Song Contest-Nachlese Part 03 - Fazit

Nun eben noch abschließend mein eigener Eindruck, geschrieben für das Online-Forum des SPIEGEL.

Nach einer Nacht drüber schlafen hier mal mein alljährliches Statement zum ESC.

Der Sieger: Ich persönlich finde den Song grottenöde, schief gesungen und ganz furchtbar belanglos. Trotzdem: Bei so einer Punktezahl quer durch ganz Europa gibt es über die Verdientheit des Siegs nichts zu diskutieren. Dabei sollte man aber auch nicht aus den Augen verlieren, dass Norwegens Beitrag kein bisschen weniger kühl kalkuliert war, wie die Songs anderer Nationen auch. Man nehme als eine Nation, die sich der freundschaftlich gewogenen Wertungen ihrer nordeuropäischen Nachbarn sicher sein kann, ein nettes Jüngelchen mit slawischen Background, das in seinem Vortrag ungerührt Elemente skandinavischer Folklore (ich bin mal vor Jahren in Schweden auf einem Volksfest gewesen, das klang nahezu gleich) mit Melodien aus der Heimat seiner Eltern verquirlt. Ich bin als Kind der DDR ja auch mit Einigem an sowjetischem Liedgut aufgewachsen und die Melodie der Siegerlied-Strophe klingt wirklich erstaunlich an diese Zeiten erinnernd.

Veränderung des Abstimmungsmodus: Die Wiedereinführung einer Jury hat einen klaren Sieger und der heißt Vereinigtes Königreich. Bei dem Standing, das ein Sir Andrew Lloyd Webber in der Fachwelt hat, dürften die strammen Punktezahlen für UK überwiegend aus dem Jury-Anteil der Bewertungen stammen. Bei einem reinen Telefonvoting bin ich mir sehr sicher, dass der Beitrag von der Insel ähnlich verheerend abgeschnitten hätte wie in den Jahren zuvor, leider lässt sich das aufgrund der mangelnden Transparenz natürlich nicht beweisen. Mit einigen Abstrichen gilt dies auch für mein persönliches Highlight des Abends, der wirklich grandiosen Patricia Kaas. Hier hat aber anscheinend das tapfere Festhalten der Franzosen am Singen in ihrer Sprache eine bessere Platzierung verhindert. Aber Respekt vor soviel Mut!

Persönlicher Geschmack: Neben Frankreich haben mir noch die Beiträge aus Malta, Island, Aserbaidschan, Bosnien und der schräge moldawische Auftritt sehr zugesagt. 

Der deutsche Titel: Ich find ihn nicht sonderlich gut, aber ich werde einen Teufel tun und jetzt in das wohlfeile Draufhauen einstimmen. Es war auf jeden Fall eine ESC-kompatible Nummer, die eben wieder einmal nicht funktioniert hat. Warum ein zumindestens tanzbares Ding so viel schlechter sein soll als z.T. grauenvolle besserplatzierte Titel, muß mir einmal einer erklären. Hier fragte jemand, warum es keine Punkte aus der Schweiz gab. Nun, fragen Sie mal nach bei Herrn Steinbrück... 

Dita von Teese: Der Effekt, die von mir als wirklich hinreißend empfundenen Dame zu verpflichten, verpuffte aus einem nach den Ereignissen im Vorfeld des Finaltags vorhersehbaren Grund: Die Bildregie hatte seitens der EBU anscheinend die Anweisung, Frau von Teese komplett zu ignorieren, um für einen eventuellen "Blankzieh"-Skandal gewappnet zu sein. Bei wohl keinem der auftretenden Künstler, der nicht allein auf der Bühne stand, wurde soviel mit Close-Ups gearbeitet wie hier, nur um das Umfeld ausblenden zu können. Das erinnerte an die Vorgänge um das russische Duo t.A.T.u. 2003, wo seitens der Organisatoren im Vorfeld panische Angst herrschte, die Mädels könnten auf der Bühne in ihren damals üblichen "Nahkampf" gehen. Als sie sich dann ganz brav voreinander hinknieten, hyperventilierte der Bildregisseur so sehr, dass gleich auf eine Art "Hintertorkamera" weitab des Bühnengeschehens umgeschaltet wurde. Dabei tritt mittlerweile jede zweites ESC-Sängerin in Outfits auf, die eine ehrwürdige Kiezdame vor Neid erblassen lassen würden. Bigottes Pack...

Positiv überrascht war ich von dem Umstand, dass plumpe Überrumpelungsnummern wie die aus der Ukraine und aus Griechenland diesmal nicht funktionierten. Da hatte wohl auch die Jury-Einbindung einen Anteil dran. Aber die Griechen können den Athener Busfahrplan aufführen und werden trotzdem 12 Punkte aus Zypern kassieren. "Gemeinsamer Musikmarkt und Kulturkreis"? Ja sicher...

Schmerzlichst vermisst: Kommentator Peter Urban, dessen unsäglicher Vertreter für einiges Haareraufen sorgte.

Fazit: Soviel geklonte Shakira war selten, das (eigentliche branchenfremde) Depeche Mode-Fanforum hatte wie immer einen unterhaltsamen Livekommentarabend und wer mir mit Namen und Telefonnummer der armenischen Punkteverkünderin aushelfen kann, darf sich meines ewigen Danks sicher sein... 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Montag, 18. Mai 2009

Eurovision Song Contest-Nachlese Part 02 - Best of Punktevergabekommentare

Wie gestern angekündigt, hier der zweite Teil des ESC-Rückblicks, heute mit einer Auswahl der Live-Kommentare im Depeche Mode-Forum während der Punktevergabe.

muahaha, nochmal: das Englisch von dem Schleimlappen ist ekelhaft !!! Der klingt auch wie Bert !

Und jetzt wieder zu Kai Pflaume.

Scheiße, zu früh' angerufen - wieder sinnlos Geld verplempert

Die beiden kriegen von mir die 12 Punkte.Geile Show, geile Mucke!!

nicht mal im weltraum ist man vorm grand prix sicher. das macht mir angst

DJ Bobo und Shakira machen es unter sich aus...

Irgendwie komme ich wie jedes Jahr nicht zum Arbeiten!

UK hat wirklich den letzten Platz sicher, mal sehen, ob's wenigstens Punkte gibt...

Alles viel zu harmlos dieses Jahr...nicht nen Hauch von einem Skandälchen! DUH!

boah, ich bekomme bei dem moderator herpes

Green Room !!!?? Dark Room wäre mir jetzt lieber

Welche Endnummer hat Argentinien nochmal?

Was der Herr Christensen so produziert ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber es ist immer gut. Wir haben eine Chance unter die Top 3 zu kommen. 

Auf den Moderator brauch' ich jetzt was starkes... Ich probiers mal mit Kaffee.

Diesmal sind wir Top 5 ! Mehr geht nicht...Öl / Gas und so...

Mal sehen, ob sich die üblichen Verdächtigen wieder die Punkte zuschanzen

Hätte Dita Strapse getragen, wäre Platz 2 drin gewesen.

Wir haben mal so eine Keimschleuder namens Gulido Horn und seine verfickten Nussecken in's Rennen geschickt. Wir müssen diesmal einfach gewinnen.

Holt den Stoiber! "Mr. Bumm Bumm Bang"

soviel zu keine Punkte für GB

PS die AUGENBRAUE aus NOR wird ja wohl nicht gewinnen

Deutschland 2 Punkte!!! Diese verfickte Politikmacherei in der Sendung !

das wars dann schon für uns...

jedenfalls haben wir dieses jahr schneller unsere 2 punkte gekriegt

Norwegen - ich geh' den Wodka holen...

Nichts neues aus dem Osten. VIVA ITALIA!!!

Ich brauch dringend nen GRAPPA!!!!

Bei UK macht sich die Jury bemerkbar...

Boah, Anders? Matjes im Arsch, oder was? 12 Punkte NOR..

was ist bloß mit den türken los? keine 12 pkte.?

Die Tschechen haben eigentlich attraktive Frauen...

Nur 10 punkte für die Türkei? ist das netz des Türkischen Mobilnetztes in D ausgefallen?

Jury, Igor, Jury...

Die Jury wirkt halt wie der Riester-Faktor bei der Rente. Nämlich dämpfend...

12 von der dicken Schwedin nach NOR...Geh mir weg mit den ganzen Cyborgs...Putin sitzt wieder lechzend an der Pipeline..

muss das schweden-moppel alles ansingen? hat man uns heute nicht schon genug gequält.

Ach,es gibt Kroatische Gastarbeiter in Island?

Hätte mal der Alex "Du hast den geilsten Arsch der Welt" in den Wettbewerb geschickt.

Okay...der Drops ist gelutscht.

Wir sind beliebt!

So schnell hatte ich glaub' ich noch nie einen in der Krone sitzen *hicks*

*Klonk* Büdde...aber nicht so gierig! Der knallt rein...obwohl, ne Dröhnung macht das Elend auch nur etwas erträglicher!

Kennt Ihr eigentlich den Porno mit der ehemaligen Miss Norway. Lecker

Latvia Moderator hat Fell

Ich gucke nicht mehr hin. Meine Fresse, UK und Türkei kann ich ja noch verstehen, aber doch nicht diese Scheiße aus Norwegen.

VIVA ITALIA!!! Wie von Velvet und anderen schon geschrieben: DAS HAT MIT MUSIK NICHTS MEHR ZU TUN! Sondern mal mit National-Politik, mal mit gekaufter Politik! Daher klinke ich mich jetzt aus. Auf Kabel 1 kommt STAR TREK, da unterhalte ich mich besser. Gute Nacht!

so 'ne shakira hätte ich ja noch irgendwie verstanden, aber norwegen???

hat die montenegro-tante schon einen intus, oder wie?

die hat ja nen süssen Überbiss

Hat Norwegen eine Riesengasblase in ihren Gewässern entdeckt?

Iiiiiiih, Ina-Clare, hör uffff!!! Mit Muster reinrasieren....neeeee!!!

Der Finne wie immer sehr stramm

Danke Angela!

And here are the Results from the Bavarian-jury:
8 points for Saxonia
10 Points for Hessen
and finaaaaaalyyyyy 12 Points for Rhineland-Pfalz

Aber mich freut's, dass Frankreich ganz passabel abschneidet.

keine punkte aus der schweiz für uns. mmh ... die haben wohl mitbekommen, dass wir so über ihren bobo abgelästert haben.

Der Mod: "uneided kingdäääm"

Die Briten sind auch nicht mehr, was sie waren... - Yours, Ten German Bombers

Tut mir leid, jedes Jahr die gleiche Farce - ist ja wirklich nicht mehr zum Anschauen.

Nur 4 für Kroatien von Mazedonien, da sieht man wie scheiße das Lied ist!

David Coulthard ist in der Slowakei?

Der No Angels-Punktestand ist schon mal erreicht...

Angus Young hatte ich erst gestern

Ach, der Norweger ist schon 23 !!!!! Alter Pulli....

Und drübaaaaaaaaaaaaaaaa!!!

Ach Du auch? Mein Problem ist ja zusätzlich, dass ich mittlerweile alles doppelt sehe

3 Punkte aus Albanien

Wir rollen das Feld von hinten auf...

Ich nicht. So viel kann ich nicht saufen, wie ich mich ärgere...

Ich staune, dass Griechen-Bobo und Ukraine-Shakira so abkacken...

Geht auch IV das Zeug - soll ich dir ne Infusion legen?

Und jetzt 12 Punkte nach Griechenland...Überraschung...

Nächstes Jahr bewerbe ich mich !

Haste jetzt auch nen Pegel? Deine Grammatik schwächelt, Ina-Clare!

Ich sollte vielleicht mal das Cola-Bier weglassen und was anständiges trinken?!

Du bist raus!!!

Ach dann sehen wir uns in Norwegen! ich komme mit der Ische die die punkte vergibt!

Mir reichts für heute.haue mir noch ne Kukident ins Glas und geh in die Heia.Alles Scheisse

Frauke Ludowigescu?

dann verpasst du ja, wenn der norweger nochmal sein siegerlied singt

Von Irland 1 Punkt? Nu schäm ich mich für meine Wurzeln... Gramps, du bist raus!!!

Guck an, die Smörrebröds...

Der Slovene sieht aus wie Olli P.

No ja... hab' jetzt so'n Pegel, dass ich sogar den Moderator ganz witzig finde. Aber bis zum Siegerlied mach' ich's sicher nicht mehr.

Ich grill den Mod....der hat sie ja nicht alle!!! DUMMSCHNACKER!!!!

Gut, dass ich mir heute vorsorglich Wein gekauft hatte

Muahhhaaahh - "...es ist schon erstaumlich, dass Norwegen den Musikgeschmack von ganz Europa trifft..." (O-Ton Moderator)  Edit: Rechtschreibfehler zählen bei gefühlten 2,7 Promille nicht mehr...

Das sind Max Mutzke-Augenbrauen-Sympathiepunkte...

Konnte man im Cafe King auf Norwegen setzen?

*würg* Jetzt muss ich leider wirklich umschalten

JETZT zieh ich mir die DEVOTIONAL rein....nu ist das wieder soweit!

Bitte arbeite dich langsam hoch, über DJ Bobo, Modern Talking und so! 
Sonst überlebst du den positiven Schock nicht!

"Der kleine Alexander möchte bitte von der Bühne abgeholt werden!" *KREISCH*!!!!!!!

Ich brauchs jetzt HART!

Stell dir mal vor es wäre noch heute das Athen-DM-Konzert und der Server ausgelastet! Eurovision ohne Urban und die Breitseite

Ich werde mir jetzt die Völkerball angucken und mir wieder in's Gedächtnis rufen, welch großartige Musik aus Deutschland kommt und dass es völlig egal ist, wie der Rest des europäischen Volkes diese Musik findet.

Nächstes Jahr wieder hier!

Morgen dann abschließend mein eigener Kommentar.

(Fortsetzung folgt)

Sonntag, 17. Mai 2009

Eurovision Song Contest-Nachlese Part 01 - Best of Livekommentare

Wie in jedem Jahr fand sich auch am gestrigen Abend im Depeche Mode-Forum die versammelte Trash-Fangemeinde ein, um den Klängen des alljährlichen Eurovision Song Contests (vulgo: Grand Prix) zu lauschen. Wie immer gab es nonstop bissige Kommentare zu dem, was sich auf der Bühne in Moskau abspielte, hier also eine "Best of"-Auswahl der Sprüche während den musikalischen Darbietungen, eine Fortsetzung mit dem Kommentaren während der Punktevergabe gibt es aus Zeitgründen morgen.

Litauen:

ok, nr 1 schonmal scheiße

Jan Delay goes dramatic... *schnarch*

Und ein Pyro-Effekt aus Rammsteins Resterampe...

Israel:

oh gott, cher ist auferstanden

So wird das nix dem Frieden in Israel!

Israel hat aber nen ganz schönen Zinken im Gesicht - Yours Rübennase

Frankreich:

ok nr. 3 ist jetzt schon scheiße - PS ist das Madonna?

Patriciaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa...

baaaaah... sehr gut, wir fischen nicht im gleichen Hafen...

isch ol ma die bier

Französisch ist doch eine Kack-Sprache und es sollte verboten werden, in dieser Sprache zu singen.

Drama, Baby!

Die Franzen kriegen generell keinen Punkt von mir !

Die mag ich nicht. Außerdem ist sie scheiße geschminkt.

Schweden:

Yeah, ein ABBA-Intro!!!

Opera goes Trance

Das Anfangsgejaule von Schweden erinnert sehr an Captain Future

und wer ist jetzt auf der bühne? cora schumacher?

wat für eine scheisse...singen kannse auch nich

Donatella Versace ????

Die hat bestimmt auch 'ne Zehnerkarte in der Muckibude...

oh die königin der nacht... nix für mich!

ich muss mal leiser machen...is ja furchtbar

Wollen uns die Schweden verarschen?!? Das ist ja kaum zum Aushalten.

Kroatien:

Yeah...Fascholook goes Zaziki...

Ich würde sowas nicht singen, aber die Andrea ist ne nette (kenne ich persönlich)!

Leben die Kroaten musikalisch noch in den 70ies? - Yours, Demis Russ-ochs

Klingt irgendwie nach griechischem Lokal - Eine Ouzo bitte,Yammas

was ein gejaule

boah Kroatien tut weh

Jetzt weiss ich,woher Igore seinen schlechten Musikgeschmack herhat

wie hieß die gruppe. igor zuckt noch?

Ich weiß gar nicht, wer jetzt mehr gelitten hat: der Kroate auf der Bühne, oder sein Publikum?!

Portugal:

Monica Lewinsky???

Hat die Kelly-Family noch mehr Verwandte??????????

Folk . dicke Frau ... Und Tschüss Portugal

Gerade sehr bunt und die Alte hat ne ekelhafte Stimme.

Wonderwall meets Kelly Osbourne. Das Auge isst mit und muss sich gerade übergeben.

als ich an der algarve war, sah das aber anders aus...

der percussionist hat liebeskugel in die Asch

aber der Trommler hat nen süssen Arsch

Aber bisher der geilste Hüftschwung vom Background-Trommler...

geil, vom sound laid back. und ne kelly mit plastikgesteck inne haare.

Island:

Boah is die Isländerin hässlich...

ich besuche mal den donnerbalken

Der Trend geht in diesem Jahr wohl doch wieder in Richtung Wuchtbrummen...zumindestens im Background.

Iceland hätte mal SigurRos vorbeischicken sollen.Hat einer mal die Haarfarben mitgezählt,ich glaube Blond liegt klar vorne

Mein Gott, die Frauen haben heute Abend fast alle Gewichtsprobleme.

Griechenland:

Was ist der??? Ein griechischer Robbie Williams???

jetzt weiß ich, woher Bluti seinen Balztanz hat

Shirt Malaka!

Yeah, CSD!

ist das peinlich...

Türkei hab' ich in Kreuzberg genug ... brauch' nicht noch 'nen albernen Sänger.

der griechische Michael Jackson war gerade aus...

fady malouf? ricky martin? ach nee soll ja der griechische robbie williams sein *würg*
das ist doch 'ne alte dj-bobo choreografie, oder?

Ich habe die böse Ahhnung, das der Racker weit kommt !

Detlef D! Soost würde 'nen feuchten Schlüpper kriegen...

Irgendwie wirkt Greece noch bei mir nach, Blutfaust, wo bekomme ich die 12" ?

DeejayCook is kicked because of unflätig announcements...

Armenien:

Uh...Ofra Haza lebt doch noch...

Game Over, Armenien is raus...

jennifer rush auf was auch immer

Englisch singen müsste für manche Länder verboten sein.

Ui, das gefällt mir. Armenien ist mein erster Fvorit. Klingt wie Beyonce Knowles.

bei der sitzt irgendwie nen Furz quer

Die sehen aus wie die bösen Stiefmütter aus den tschechischen Märchenfilmen.

Ich bin für Armenien! Das Lied braucht aber eigentlich kein Mensch.

Die gab's in der Klonfabrik im Dutzend billiger...

Scheiße, zu früh gefreut. Die zweite Hälfte des Songs ist daneben. Schade.

Die war aber gestern schon noch mit den Ziegen in der Schlucht, oder?

Russland:

Ui landet doch noch wer hinter Kroatien!

Muttertag war letzte Woche!

Russland kann auch das Licht löschen..

Jetzt weiß ich, warum die Russen so einen Wodka-Verbrauch haben...

wer den unterschied zwischen russisch und ukrainisch erkennt erhält eine schüssel borschtsch extra... marmor mag ich auch..

Ist heute Totensonntag ??

Die wollen sicher nicht noch mal gewinnen....ich erinnere mich noch an 3x Irland....die haben dann auch echten Schrott ins Rennen geschickt - und die Rechnung ging auf!

die russin hat einen gesichtausdruck als wäre zum auftritt geprügelt worden. btw ... hat die gardine die sie an hat auch die goldkante?

Hat die sich 'ne Gardine umgehangen?

Und zum Schluss noch einmal brüllen, bitte. Kann ja sein, dass es nicht jeder gehört hat?!

das kleid ist der umgebaute, gestohlene hotelduschvorhang

Ich glaube ADO hat es noch nicht bis nach Russland geschafft. Dort wird noch selbst genäht.

Aserbaidschan:

Na endlich mal ein Hingucker...

Der Sänger gerade sieht aus wie ein Kumpel von mir! Radouan, bist Du es? Wenn Du mich hörst: mach lieber wieder das Mischpult für Steve Vai!

dazu fällt mir nichts ein...

Wie kreativ Stützstrümpfe aussehen können...

Ohne den blöden Typen wäre Aserbaidschan ganz vorne!

Aber der Song ist belanglos...ich hab ja nix gegen 'n bisschen Folklore.
Aber z.Zt. erinnert mich der Wettbewerb ein bisschen an den Grand Prix der Volksmusik.

Boah, wie penetrant der Aserbaidschaner sein ROLEX-Imitat in die Kamera halten mußte...

Bosnien-Herzegowina:

Daniel Schumacher,endlich !!!

Nicht schlecht, nicht versauen Junge !

Also bei Regina hab ich jetzt an ne Frau gedacht und nicht an nen Möchtegern-Brad-Pitt

Der Gitarrist hat zuviel OOMPH!-Videos geguckt...

Boah was vermisse ich den letztjährigen Bosnier LAKA! Ach ja COLDPLAY läst grüßen! Aber nur vom Kostüm her!

bosnien ... wo wollen die denn einmarschieren?

Moldawien:

Moldawien ist raus ... so ein häßliches Bühnenkleid

Geil, die hat sich den Text in die Hand geschrieben... Rockt!

Aaauuuutschhhhhh

Und jetzt das Funkenmariechen

Bis se angefangen hat zu singen, fantastisch!

geil! drum'n bass auf moldawisch!

Hat Kati Witt nach Budapest doch ihr Kleidchen gespendet?!

Ich sags ja: GRAND PRIX DER VOLKSMUSIK!!! Danke Osteuropa! Und wetten: Einer der Andy Borgs gewinnt!

Bis jetzt der Schlimmste- Moldawien!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bisher das Beste

Die hoffen, dass sich Rumänien erbarmt und die sich nun endlich (wieder)vereinigen...

dieser folklore-verschnitt geht ja mal gar nicht. bitte geht doch wieder in die moldawische fussgängerzone zurück.

Malta:

Oh Gott - nicht hingucken!

Jaaaaaaaaa...die übliche maltesische Wuchtbrumme!

Und noch ein Moppelchen.

Nochmal Paul Potts ???

Malta ist nicht übel...also der Song

ich finde der glitzerstreifen macht schlanker

Sie hat mir zugezwinkert

celine dion mit verstopfung

I love You - Was für eine Drohung!

Puh,nochmal Schwein gehabt.Ich hatte gedacht,jetzt musse es dochmal mit ausziehen losgehen

Estland:

Estonia hiess doch auchmal nen Schiff,das unterging,oder ?? Yours Guido Knopp

ist das leben so hart östlich von görlitz? immer nur depressive schnaise...

estland hat 'nen gefälligen beat. der refrain reisst leider nicht so mit.

Aber die Anbiederung eines Landes, das sich als Teils Skandinaviens versteht, an gewisse südeuropäische Geschmäcker ist schon peinlich...

Dänemark:

ronan keating hatte eine gesichts-op???

Ah, Ronan Keating aus Bröndby.

Denmark=nette Fahrstuhlmusik

In Dänemark singen bestimmt auch hübsche Frauen und die schicken 'nen Typen. ÜRX

dänemark! find ick jut.

der Malmsteen ist sich ja für nichts mehr zu schade

der hat schon die Dritten, gerade hat das Gebiss gezuckt

Smörrebröd, Smörrebröd, römmtömmtömm...

Der Däne hat aber irgendwie ein Knieleiden

Vor allem die voll passenden harten Jungs an der Seite...

Deutschland:

Jetzt aber Porno-Alex!

Jetzt kommt DIIITTTAAA !!!!

Bitte besser aufstehen!

Diiitaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!

Da hat einer Gores Hose geklaut

Sauerei.Schiebung.Betrug

Die Bildregie ist aber auch auffällig auf den Sänger fixiert...

Die schneiden Dita doch Extra aus

mein gott, wie billig!

moah, alder

Die Kameras ignorieren Dita wohl absichtlich

Also bei den ganzen traurigen Nummer heute glaube ich sogar, dass was drin ist für uns

Man ist die heiß, mit ihrer Wespentaille. Schade, dass sie sich nicht ausgezogen hat. Ich glaube, wir haben sogar eine Chance auf den Sieg. Der Auftritt war toll.

Der Effekt mit Dita ging jetzt da irgendwie verloren. Von der Nummer her bisher das beste.
Und das will was heißen.

Ich finde gerade angezogen sieht die einfach nur geil aus.

Ohne Ton und mit besserer Bildregie (auf die zauberhafte Dita!) hätten "wir" Siegchancen. Mit Ton war's gruselig.

Türkei:

Türkei bei dem Titel jetzt schon Letzter

Uh-oh, die Döner-Shakira...

Auch schon 1000 mal gehört.

Und weiter gehts mit Folklore-Disco. Dabei gibt es einige gute türkische Rockbands... Naja...

Schon wieder Bauchtanz gääääähn

Türkei sehr peinlich, wie erwartet !

Ich brauche dann erstmal nen Bierchen.Gut das ich vorgesorgt habe.

Oje... bei der Stimme nutzt auch der wenige Stoff nix

Ui, die Türken-Nummer ist aber auch nicht schlecht.

Albanien:

Die Albanien Nr. ist super, kenn ich schon !

Spiderman? Udo Jürgens? Na ja, der Moderator wacht anscheinend langsam auf

Blue Man Group in Berlin hat heute wohl Ruhetag?

Ich glaube, die hat vorhin für Island gesungen !

hui! albanien!

Puh, is ja richtig Sturm auffer Bühne

Also diese Background-Geschichte verwirrt mich jetzt aber wirklich

Albanien zwar auch ein bisschen Folklore, aber nicht so übertrieben. Einige schöne Sounds zu hören. Aber auch nicht der Hammer...typischer Euro-Dance. Jedenfalls 100 mal besser als Türkei vorhin.

so jetzt albanien. heißt die sendung jetzt "europa sucht das supertalent"? gebt dem glitzer phantomas 'ne mundharmonika und das wird was. *schwör*

Norwegen (Sieger):

Norweger sieht scheiße aus... Augenbrauen zupfen kann helfen.

seltsamer favorit.

Das ist der Favorit??? Nee, dann doch lieber Polarnacht...

ah, ABBA im Background

Hat eher was von Jonas Brothers....*hust*

"Caught In The Act" meets Old-Grand Prix- School.

Ist der überhaupt schon volljährig?

stinklangweilig

Ganz nett, aber mehr auch nicht.

Ukraine:

Ukraine...peinlich

Römer auf Rhönradern....nee, ne?????

Meine Scheiße - und der Dita ham se das Ausziehen untersagt. Frechheit !!!

Da werden jetzt schon hinter der Bühne die Sprit- und Gaspreise der
nächsten Monate gewürfelt !

Das kommt von zuviel Polonium...

Ach...auf einmal sind die Statisten der Bildregie Nahaufnahmen wert??? Scheißsong, aber die Performance reißt es raus - Favorit!

die döner shakira singt auch für die ukraine? gucke...

boah ohneeeeeeee Worte

Billig ... Ja ja Viagra auch noch.

Diese wilde Gröhl-Show wird wahrscheinlich gewinnen. 

das wird es!!!

Man ey, bei den ganzen Ostblock-Ländern sieht doch kein Schwein mehr durch!!!

Rumänien:

wie oft tritt shakira heute noch auf?

Na ja, jetzt weiß ich auch wieder warum ich keine Hupfdohlen bei DM-Konzerten brauche...

Romania ist auch übel

Ich will verrückte Finnen zurück!!!

Boah...sind die öden Tussen geklont?

Der Song ist gar nicht so verkehrt.

aber gewichtstechnisch kommen wir jetzt wenigstens in Regionen,die dem Plaggi gefallen

Vereinigtes Königreich:

aaaaahhhhh, UK !!!!!

Der Webber ist vor Ort???

sehr hässliche frau

Wird Letzter, weiß ich jetzt schon.

Uiii - die Briten fahren mit ALW aber auch schwere Geschütze auf

hört sich halt nach musical an

UK ist wie jedes jahr bitter. oje...

sind immer für dne letzten Platz gut

Mit Opa Webber an der Kiste !

dis is scheen- klingt nach dem disney-lied...

Ts....Ralph Siegel aus Nottingham oder was?

aber ALW ein gott

Und nun das jährliche UK-Versagen.

Kann es sein, dass der Txt fast nur aus "It's my time" besteht?

Sir Andrew bekommt den Ralph Siegel-Gedächtnis-Award für komplettes Vorbeikomponieren am ESC-Geschmack...

elf-meter-singen verkacken sie auf jeden fall

Wird die neue Auslaufhymne von Henry Maske!

Ist die Houston-Ära nicht längst vorbei?

Mit so 'nem Song wäre UK in den 80ern weit gekommen. Anscheindend die letzten Jahrzehnte nicht mitbekommen...

Finnland:

Och nö!

Yeah, Eminemilää!

DJ Bobo singt für Finnland?

Finnland gefällt mir wieder sehr gut, sorry!

der Kerkeling ist auch wieder dabei. yours, helsinki is hell

Finland = grottig

Klaus Meine vermisst seine Mütze,jetzt weiss er,wo sie ist

ach du scheiße...das einzig gute ist die feuershow im hintergund....

klingt eher nach vanilla ice

What the Fuck is that??? Klingt wie die Mucke, zu der ich in den 90ern in der Kinder-Disco abgehottet habe. 2Unlimited für Arme, oder so...

auf jeden Fall peppig

Eurodance ist nach 15 Jahren auch in Finnland angekommen! 

komm, macht mit...bumm bumm bumm bumm bumm

Brennende Mülltonnen - großartig! Yours, Beat Street

Finnland ist geil.Helsinki is Hell.

Was ist denn ditt? Entäuschend...und die haben uns mal "Hardrock Halleluja" "geschenkt"...

Sorry, bei mir zündet das!

der finne ist so klein, der kann sich doch hinter den brennenden mülltonnen verstecken. danke an den moderator für den hinweis, dass wir nicht beim dj bobo konzert sind

Spanien:

Wenn das ein Contest für die am schlechtesten gekleideten Damen des Abends sein sollte, sehen wir gerade Platz 1 bis 3 auf der Bühne...

Bei den disharmonischen Streichern jetzt schon verkackt! PS versteckte türkische Botschaft?

oh was kommt jetzt? spanien. mmmhh ... klingt für mich nach teppichverkaufsmusik.

hablas espanol?? la noche es para mi könnte auch türkisch sein

halloohoo!

Ui kurze Haare beim Grand Prix! Die traut sich was! Auch mit dem Lied!

take me- shake me? ja, ne...is klar...einfach nur schlecht...

Ich dachte, das wäre jetzt Spanien - wieso bringen die nen türkischen Song?

Und ich dachte Spanien gehört seit über 500 Jahren nicht mehr den Muslimen...

aber die Frisur ist geil..

Ist das Posh Spice?

gib mal döner...

ich mag die frisur

Scheiße erst verschwinden lassen und mir hoffnung machen! Und dann taucht die alte doch wieder auf und singt auch weiter!

Darf Marokko von der anderen Straßenseite auch voten?

Haben wir das Elend jetzt überstanden???

Endlich ist der Krach vorbei!

Fortsetzung folgt... ;)

Mittwoch, 13. Mai 2009

Links, 2, 3, 4... (006)

Eine Seite, die ich auch immer wieder sehr gerne aufsuche, ist das Zeitgeschichts-Portal des SPIEGEL, einestages.de . Erstellt von freiwilligen Autoren, finden sich immer wieder interessante Berichte, kuriose Bild- und Tondokumente und beindruckende Zeitzeugenaussagen. Stöbern lohnt sich! Hier zum Beispiel ein Artikel über das legendenumwobene einzige Konzert von Depeche Mode in der DDR im März 1988.