Dienstag, 8. Februar 2011

Soundtrack Of My Life (028): Queen - Bohemian Rhapsody/Bonnie Tyler - Holding Out For A Hero (1975/1984)

Heute wieder einmal ein Song-Doppelfeature. Die Gemeinsamkeit der beiden doch so unterschiedlichen Tracks besteht in ihrem Einsatz als Beschallung im Auto in einer doch sehr intensiv gelebten Zeit meines Lebens in den Jahren 1992 und 1993. Wie bereits in einem vorangegangenen Blogeintrag geschildert, verbrachten wir - ein aus etwa 4-5 Personen bestehender Freundeskreis - unsere Wochenenden oftmals jenseits der Grenze im tschechischen Kleinstädtchen Chomutov. Ich gebe im Nachhinein gerne zu, dass man es dort ordentlich hat krachen lassen, großzügige Verkostung diverser Alkoholika inklusive. Kein Wunder, war es doch damals bei Wechselkursen zwischen D-Mark und Krone nahe der 1:20-Marke geradezu unverschämt billig, so dass wir auch gerne die etwa 150 Kilometer Anfahrt auf uns nahmen. Aus heutiger Sicht schaut man mit etwas Altersmilde auf die vielen Albernheiten und spätpubertären Ausschweifungen der damaligen Tage, wofür Queens 1975er Opernheuler "Bohemian Rhapsody" und das neun Jahre später veröffentlichte "Holding Out For A Hero" der Waliserin Bonnie Tyler beispielhaft stehen.

Zur Erklärung des ersten Teils ist zunächst einmal die Kenntnis der Klamotte "Wayne's World" aus dem Jahre 1992 notwendig. Gleich zu Beginn fahren die Hauptcharaktere, der von Mike Myers gespielte Wayne, sein bester Kumpel Garth (Dana Carvey) und deren Freunde mit Garths klapprigem AMC Pacer durch die nächtliche City, dabei das im Autoradio laufende "Bohemian Rhapsody" mitsingend. Als endlich Brian Mays ruppiges Gitarrensolo einsetzt, verfallen alle fünf Autoinsassen in wüstes Headbangen. Nun ja, exakt diese Filmszene wurde von ein paar Feierwütigen in diversen fahrbaren Untersätzen auf praktisch jeder Reise zum Teil mehrfach nachgestellt...

Bonnie Tylers Song aus deren Jim Steinman-Phase wiederum diente als Entfernungs- bzw. Zeitmesser. Wir suchten in Chomutov bis zu drei verschiedene Clubs auf und pendelten gelegentlich mehrfach pro Nacht hin und her, je nach Gemütslage und Partyzustand vor Ort. Die Entfernungen betrugen diverse Kilometer quer durch die Stadt, doch einmal schaffte es der rasanteste im Team, die Strecke innerhalb dieses Songs abzubrettern, der Rest der Insassen an alle Angstgriffe der Karre geklammert. Kaum zu glauben, dass der Verursacher dieses Leichtsinns heute als Berufskraftfahrer tätig ist. Aber alles gut gegangen, alles verjährt und wie ich heute weiß, ist er mittlerweile auch deutlich entspannter unterwegs...

2 Kommentare:

Annegret hat gesagt…

Jugendsünden sind schon längst verjährt. Und "Bohemian Rhapsody" kann ich immer wieder gerne hören.

Muggenhorst hat gesagt…

Nun ja, ich hab beim Hören der Songs immer wieder diese Bilder im Kopf... :D